Streikende Ärzte in Brasília / Copyright: Agência Brasil
Streikende Ärzte in Rio de Janeiro/ Copyright: Agência Brasil

Streikende Ärzte in Brasília / Copyright: Agência Brasil

In ganz Brasilien gingen gestern (03.07.) Ärzte auf die Straße, um sich gegen die Anwerbung von ausländischen Medizinern stark zu machen. Die Regierung Dilma Rousseffs hatte aufgrund der Forderung der Bevölkerung nach einem besseren Gesundheitssystem dafür plädiert, Fachkräfte aus dem Ausland zu akquirieren, um den Mangel an Ärzten in brasilianischen Krankenhäusern und medizinischen Versorgungsstationen auszugleichen.

In vielen Bundesstaaten, so in Acre, Amapá, Sergipe und im Distrito Federal rund um Brasília, blieben Krankenhäuser heute komplett geschlossen. In Minas Gerais hatten hingegen Ersatzkräfte für einen Fortlauf der anfallenden Arbeit gesorgt. Notfällen wurde natürlich in allen Bundesstaaten weiterhin geholfen.

Nach Meinung der Mediziner gibt es in Brasilien eine ausreichende Anzahl an Ärzten. Es fehle jedoch an einer adäquaten Struktur des Gesundheitswesens, die sich um die Besetzung freier Stellen mit gut ausgebildeten Ärzten kümmert. Auch die 35.000 neu geschaffenen Stellen bis 2015, im  medizinischen Sektor im Rahmen der Verbesserung des Gesundheitswesens, könnten nach Meinung der Protestierenden von brasilianischen Fachkräften ausgefüllt werden. Man müsse außerdem bessere Ausbildungsmöglichkeiten für medizinisches Pflegepersonal schaffen. Dabei müsse eine fachliche Verbesserung stattfinden. Darüber hinaus plädieren die Mediziner für höhere Gehälter für alle Angestellten des Gesundheitswesens.

Bislang konnten keine Einigungen zwischen den Protestierenden und der Regierung getroffen werden. Die Verhandlungen dauern weiter an. (sg)