Viele der Flüchtlinge kommen aus Angola. / Copyright: Wikimedia Commons, Paulo César Santos

Die Zahl von Asylanträgen in Brasilien ist über die vergangenen vier Jahre um mehr als 2.000 Prozent angestiegen – doch die Strukturen, um auf die Nachfrage zu reagieren, hätten sich praktisch nicht geändert, sagt der Vertreter des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge (Acnur), Andrés Ramires.

„In 2010 haben wir rund 560 Anträge erhalten. Ende 2014 waren es 12.000. Es handelt sich um eine weltweite Entwicklung, doch der Anstieg der Anträge in Brasilien übertrifft den der anderen Länder deutlich“, so Ramires. Die größte Herausforderung des südamerikanischen Landes bei der Bearbeitung der Anträge ist laut dem UN-Mitarbeiter der Ausbau der Struktur des nationalen Komitees für Flüchtlinge (Conare). „Die Struktur muss gestärkt werden, um die große Anzahl an Anträgen bearbeiten zu können.“

Das Komitee geht davon aus, dass in diesem Jahr insgesamt 17.000 Anträge eingehen werden. Dabei kämen die meisten Anfragen aus Syrien, Kolumbien, Angola und der Demokratischen Republik des Kongo. Wie der UN-Vertreter weiter berichtet, übersteigt die heutige Zahl an Flüchtlinge weltweit bereits die Anzahl, die während des Zweiten Weltkriegs registriert wurde. (ls)

Quelle: Agência Brasil