Gesunheitsminister Arthur Chioro vergangenen Samstag beim Tag D - Aufklärung zur Eindämmung von Dengue. / Copyright: Agência Brasil
Gesunheitsminister Arthur Chioro vergangenen Samstag beim Tag D - Aufklärung zur Eindämmung von Dengue. / Copyright: Agência Brasil

Gesunheitsminister Arthur Chioro vergangenen Samstag beim Tag D – Aufklärung zur Eindämmung von Dengue. / Copyright: Agência Brasil

Die anhaltende Krise der Wasserversorgung in großen Teilen Brasiliens führt zu ersten problematischen Nebeneffekten. In der Folge ist die Anzahl der an Dengue erkrankten Personen in den ersten vier Wochen des Jahres 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57,2 Prozent hochgeschnellt. Während im Januar 2014 im gesamten Land noch 26.017 Fälle von Dengue gezählt wurden, seien es in den ersten vier Wochen in 2015 insgesamt 40.916 Fälle gewesen, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtete.

Der zuständige Minister für Gesundheit, Arthur Chioro, führt die Zunahme der von Mücken übertragbaren und mitunter tödlichen Krankheit auf die Wasserkrise zurück. Die teilweise Rationierung und unregelmäßige Versorgung der Haushalte, ließen viele Bewohner Wasserreserven im Wohnumfeld anlegen. Gerade offene Wasserbehälter und stehendes Wasser könnten den Mücken jedoch als Brutstätte dienen. Im Wohnumfeld erhöhe dies um ein Weiteres das Übertragungsrisiko.

“Es ist unbestreitbar, dass die Wasserkrise und die Trockenheit eine Situation mit einem höheren Risiko für den Vormarsch von Dengue bedeuten, wenn die Leute anfangen, Wasser ohne Schutzmaßnamen zu speichern“, so Minister Chioro. Der Minister sei insbesondere darüber besorgt, dass sich die Krankheit dramatisch verbreite, bevor die eigentliche Hochzeit der Verbreitung in den Regenmonaten März und April losgehe, schreibt Agência Brasil.

Die gute Nachricht sei hingegen, dass die Anzahl schwerwiegender Fälle um 71 Prozent, von 49 im Januar 2014 auf 14 im Jahr 2015, gefallen seien. Bei den landesweit gezählten Todesfällen deutet sich die gleiche Entwicklung ab. Während im Januar 2014 noch 37 an der Krankheit starben, waren es im vergangenen Monat noch sechs Personen. Der Abteilungsleiter für Dengueerkrankungen im Gesundheitsministerium, Giovanini Coelho, sieht dafür eine bessere medizinische Versorgung der Patienten verantwortlich. (ms)

Quelle: Agência Brasil