Auf dem Seminar zum Szenarium vor den Wahlen diskutieren Experten über die wichtigsten Maßnahmen der Wirtschaft, wie den Aufbau der Infrastruktur als Mittel zum Wirtschaftswachstum / Copyright: Agência Brasil
Auf dem Seminar zum Szenarium vor den Wahlen diskutieren Experten über die wichtigsten Maßnahmen der Wirtschaft, wie den Aufbau der Infrastruktur als Mittel zum Wirtschaftswachstum / Copyright: Agência Brasil

Auf dem Seminar zum Szenarium vor den Wahlen diskutieren Experten über die wichtigsten Maßnahmen der Wirtschaft, wie den Aufbau der Infrastruktur. / Copyright: Agência Brasil

Der Sekretär für Wirtschaftspolitik des Finanzministeriums, Márcio Holland, hat am Montag (22.09.) Investitionen in die Infrastruktur als Hauptinstrument für die kommende Regierung genannt, um das Wirtschaftswachstum des Landes zu fördern. Holland hatte auf dem Seminar zum Szenarium vor den Wahlen (Seminário Cenário Pós-Eleição) teilgenommen.

Der Aufbau der Infrastruktur hätte verschiedene positive Effekte: Zum einen werde die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, es würden ausländische Investoren angezogen und generelle Engpässe beseitigt werden. Außerdem würde man Transaktionskosten reduzieren und damit einhergehend könnten bessere Dienstleistungen angeboten werden, womit die Auswirkungen auf das Haushaltsbudget durch Konzessionen verringerbar sind, so Holland. Das Konzessionsprogramm für die Infrastruktur müsse Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Reais pro Jahr ermöglichen.

Bezüglich des internationalen Klimas glaubt Holland an eine Verbesserung, ohne dass sich eine ähnlich schwierige Lage wie 2008 einstellen werde. Brasilien hätte mit einer starken Wirtschaft und mit guten Grundlagen diese Zeit mit weniger schweren Folgen durchlebt als die, die sich international gezeigt haben.

Laut Holland würde das Land den sogenannten Fiskalkrieg unter den Bundesstaaten bald überwinden. Grund dafür sei die Erhebung der Steuer auf Waren und Dienstleistungen ICMS (Imposto sobre Circulação de Mercadorias e Serviços). Des Weiteren wies der Sekretär darauf hin, dass 70 Prozent der Steuererleichterungen des Landes in den letzten Jahren zum Ziel hatten, die Kosten bei Investitionen und in der Produktion zu senken. (ds)