Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung veröffentlichte neue Daten über die brasilianische Wirtschaft / Copyright: IPEA
Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung veröffentlichte neue Daten über die brasilianische Wirtschaft / Copyright: IPEA

Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung veröffentlichte neue Daten über die brasilianische Wirtschaft / Copyright: IPEA

Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada) gab gestern (19.12.) die neusten Daten des 21. Wirtschaftsbriefes (21ª Carta de Conjuntura) in Rio de Janeiro bekannt. Die brasilianische Wirtschaft zeigt im dritten Quartal von 2013 eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbesserungen sind mit den Investitionen zu erklären, bei denen von Januar bis September ein Anstieg von 6,5 Prozent verzeichnet wurde. Die Zahl bedeutet mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsprodukts BIP, das in diesem Zeitraum 2,4 Prozent erreichte.

Der Koordinator der Konjunkturstudien des IPEA, Fernando Ribeiro, kommentierte, dass der Anstieg an Investitionen dazu beigetragen habe, den Rückgang des Konsums von Familien zu kompensieren. Des Weiteren teilte Ribeiro mit, dass die Wirtschaft voraussichtlich bis zum Ende des Jahres um 2,5 Prozent wachse. 2014 gäbe es die Tendenz, dass das BIP genauso wie in diesem Jahr wachsen werde. Der Wirtschaftsexperte glaube daran, dass ab dem kommenden Jahr die Versteigerung der Lizenzen im Bereich der Logistik signifikante Investitionen mit sich bringen, dessen Auswirkungen im Laufe der kommenden Jahr verstärkt sichtbar werden sollen. Allerdings würde das Wachstum des BIP etwas niedriger sein, als für die Länder Lateinamerikas vorausgesagt wurde, in diesem Jahr um 2,7 Prozent und im kommenden um 3,1 Prozent.

Laut Ribeiro werde Brasilien aber auch die positiven Auswirkungen des internationalen Szenariums spüren. Die Wirtschaft Nordamerikas werde sich erholen und Europa solle es aus der Rezession schaffen sowie China sein Wirtschaftswachstum zwischen 7 und 8 Prozent stabil halten.

Was die Inflation betrifft, so seien die Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Tarifen bedenklich, da diese sich negativ auf die Inflation auswirken können. Laut Angaben des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik IBGE solle die Inflation im kommenden Jahr bei 5,8 Prozent liegen. (ds)