Große 15 MW Photovoltaikanlage in den Vereinigten Staaten / Copyright: Creative Commons, USAF Photographic Archive

Große 15 MW Photovoltaikanlage in den Vereinigten Staaten / Copyright: Creative Commons, USAF Photographic Archive

Die Fussballweltmeisterschaft Brasiliens in 2014 scheint im Vorfeld nicht nur der Bauindustrie zu neuen Aufträgen zu verhelfen. Auch die Solarbranche und hier vor allem deutsche und chinesische Anbieter können zukünftig von einer Initiative der staatlichen Energieagentur (Agência Nacional de Energia Elétrica, kurz: Aneel) profitieren, nach der es möglich sein soll, Stromüberschüsse aus Anlagen bis zu 100 Kilowatt in das regionale Netz einzuspeisen. Diese Überschüsse können dann als Guthaben gegen die nächste Stromrechnung angerechnet werden.

Brasilien folgt in seiner Förderung der Logik Deutschlands, da es in diesem Sektor keine Zuschüsse zu Investitionen oder direkte Subventionen geben wird, sondern der Anreiz zur Investitionen wird über die Reduktion von Abgaben oder dem Abbau von Beschränkungen gegeben. So werden von den nun eingeleiteten Änderungen nicht nur allein die kleinen Anlagen bis 100 Kilowatt betroffen sein, sondern auch Anlagen von 100 bis 1.000 Kilowatt, die allerdings eine niedrigere Vergütung erhalten sollen. Die brasilianischen Stromanbieter sind nun von der Aneel aufgerufen innerhalb von 240 Tagen die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Anlagen ins öffentliche Netz einspeisen können.

Auch Großprojekte mit bis zu 30 Megawatt werden von der neuen Initiative mit bedacht. Bei diesen großen Anlagen soll es jedoch keine fixen Einspeisevergütungen geben, sondern Aneel fördert den Bau dieser Anlagen mit einer Reduktion der fälligen Steuern auf die Netznutzung. Die großen Anlagen können dabei bis zu 80 Prozent ihrer Steuern auf die Netznutzung einsparen. (mas)