Logo des brasilianischen Wohnungsbauprogramms „Mein Haus, mein Leben“ / Copyriht: Minha Casa, minha Vida

Logo des brasilianischen Wohnungsbauprogramms „Mein Haus, mein Leben“ / Copyriht: Minha Casa, minha Vida

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte letzte Woche mit, dass die Regierung Brasiliens bis Juni entscheiden wird, ob sie das Wohnungsprogramm „Mein Haus, mein Leben 2“ (Minha Casa, Minha Vida 2) um 400.000 Wohneinheiten erweitern werde. Bisher ist der Bau von zwei Millionen Häusern und Wohnungen bis 2014 geplant, davon sollen 500.000 dieses Jahr gebaut werden. Die zusätzlichen Wohneinheiten seien für Familien mit einem Monatsgehalt von bis zu 1.600 Reais (ca. 703,80 Euro).

Rousseff sprach über diese Überlegungen in São Paulo während der Feierlichkeiten zur Unterzeichnung der Kooperationsverträge, die die Baumaßnahmen ermöglichen. Das Abkommen, was vergangenen Donnerstag (12.01.) unterzeichnet wurde, sieht den Bau von 97.000 Wohneinheiten für Familien mit einem Monatsgehalt von bis zu 1.600 Reais vor. Diese Wohnungen seien vor allem für Menschen aus den brasilianischen Armenvierteln, den sogenannten Favelas, und aus Risikoregionen vorgesehen. Die Häuser werden mit Unterstützung des Verbandes Agência Casa Paulista, der Regierung des Bundestaates São Paulos sowie des Programmes „Mein Haus, mein Leben“ gebaut.

Die Partnerschaft widmet sich vor allem den städtischen Regionen São Paulos, Baixada Sanistas, Campinas‘, Vale do Paraíbas und den nördlichen Küstengebieten. Die Wohneinheiten sollen bis 2015 gebaut werden. Voraussichtlich bezahlen die Familien 120 Monatsraten, die bis zu zehn Prozent ihres monatlichen Einkommens ausmachen. Der Minimalbeitrag liegt bei 50 Reais (rund 22 Euro), der Maximalbeitrag bei 160 Reais (etwa 70 Euro). Jede Wohneinheit ist 43 Quadratmeter groß und behindertengerecht gestaltet.

Rousseff wies ebenso darauf hin, dass kein Präsident ohne die Unterstützung der Regierungen der Bundesstaaten und Gemeinden seine Arbeit vollziehen könne. Ziel sei es deshalb, diese Partnerschaften aufrechtzuerhalten, auch wenn es einmal zu politischen Meinungsverschiedenheiten käme. (ds)