Dilma Rousseff spricht über die postive Bilanz des ersten Jahres des PRONATEC / Copyright: PRONATEC

Dilma Rousseff spricht über die postive Bilanz des ersten Jahres des PRONATEC / Copyright: PRONATEC

Beim wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) sprach Dilma Rousseff gestern (29.10.) über das Hilfsprogramm PRONATEC, was den Zugang zu Berufsausbildung und zu Arbeitsstellen erleichtern soll. Im ersten Jahr des Programms hätten sich bereits 720.000 Studenten eingeschrieben. „Und wir wollen diese Anzahl weiter erhöhen“, so die Präsidentin.

„Mit dem PRONATEC möchten wir im Land erreichen, dass die kommende Generation eine qualitativ hohe technische Ausbildung erlangt und somit in der Lage ist, unsere Produkte und Dienstleistungen zu verbessern sowie dazu beitragen kann, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu steigern.“

Für die Präsidentin würde das Programm auch einen anderen positiven Effekt haben: die Verringerung der Anzahl der Schulverweigerer. Sobald das mittlere Bildungswesen gestärkt ist und dieses sich auf die berufliche Bildungen ausrichtet, würden Schulbesuche attraktiver werden.

Des Weiteren wird das Bildungsnetz für Wissenschaft und Technik (Rede Federal de Educação Profissional Científica e Tecnológica) ausgebaut. Dieses Jahr sollen ca. 76 neue technische Schulen in den Bundesstaaten Brasiliens öffnen. Bis 2014 rechne man mit mehr als 132 Schulen.

Laut der Präsidentin investiere der Dienstleister für industrielle Bildung SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industria) derzeit 1,5 Milliarden Reais (ca. 0,57 Milliarden Euro), die durch die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES finanziert werden. Die Gelder fließen in den Bau von 53 neuen Schulen und in die Modernisierung und Erweiterung von 251 bereits existierenden Bildungseinrichtungen. Eine weitere Strategie sei die Zusammenarbeit mit dem deutschen Fraunhofer-Institut, um 85 Zentren für Innovation und technische Dienstleistungen aufzubauen.

Alle dieser Maßnahmen zielen darauf ab, brasilianische Jugendliche und Arbeiter in Brasilien besser zu qualifizieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Brasiliens zu steigern. Dies würde eine Erhöhung der Löhne der Arbeiter mit sich bringen und damit auch die Steigerung der Familieneinkommen. (ds)