Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Mit Hinblick auf den zehnten Jahrestag der Terroranschläge in New York, verurteilte der brasilianische Außenminister Antonio Patriota die Art und Weise, mit der momentan Frieden und Stabilität auf der Welt geschaffen werden soll und verurteilt das Übergewicht militärischer Macht.

Dabei bezog er sich nicht nur auf das Attentat am 11. September, sondern insbesondere auf die Kriege in Afghanistan und im Irak sowie die Unruhen in Syrien und Libyen. Demzufolge würden die militärischen Interventionen die Unfähigkeit aufzeigen, dauerhafte Lösungen für diese Konflikte zu finden. Die unipolare Welt existiere nicht mehr, so der Minister. Laut Patriota bewiesen die bewaffneten Kämpfe im Afghanistan und im Irak, dass es mittlerweile neue Akteure gäbe.

Weiterhin bekräftigte er, dass in diesen Konflikten Tausende von Menschen gestorben seien, darunter auch viele Zivilisten. Seiner Meinung nach existiere nur ein Weg, um die globale Entwicklung und ein globales Gleichgewicht zu erreichen, nämlich die Vermittlung von Frieden und Toleranz. Außerdem sprach er sich für einen UN-Sicherheitsrat mit 25 anstelle der aktuell 15 Mitglieder aus.

Patriota hat sich gestern (11.09.) mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu in Istanbul getroffen und ist heute bei dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül eingeladen. Ziel ist es, den Besuch der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff im Oktober vorzubereiten. (gp)