Gouverneur Agnelo Queiroz übergab im Zuge des Projekts "Schulweg" Fahrräder an Schüler / Copyright: Agência Brasil

Gouverneur Agnelo Queiroz übergab im Zuge des Projekts "Schulweg" Fahrräder an Schüler / Copyright: Agência Brasil

Eine einzigartige Maßnahme der brasilianischen Regierung startete in diesen Tagen im Großraum Brasília. Bildungspolitiker hatten in den vergangenen Wochen ein Projekt initiiert, das vielen Kindern die Möglichkeit geben soll, ihre Schule besser zu erreichen und damit ihre Bildung zu fördern. Die Initiative, die Teil des Programms „Schulweg“  (Caminho da Escola) ist, verteilt Fahrräder an Schüler, die eine Distanz von bis zu sieben Kilometern zu einer Schule zurücklegen müssen.

Am Freitag (26.08.) übergaben der brasilianische Bildungsminister Fernando Haddad  und der Gouverneur Agnelo Queiroz 300 Fahrräder an Schüler, die in entlegenen Teilen des Bundesdistrikts Brasília leben, um ihnen die Hin- und Rückfahrt zur Schule zu erleichtern. Die Region wurde ausgewählt, weil sie über Radwege von insgesamt 36 Kilometer verfügt. Dies liegt weit über dem brasilianischen Durchschnitt.

Queiroz erläuterte, dass das Projekt rundum positiv zu bewerten sei. Die Kinder würden zu sportlicher Aktivität angeregt und könnten die nächstgelegene Schule problemlos erreichen.

Man wolle durch das Projekt auch zeigen, dass Brasilien in Sachen Umweltschutz und Verkehr reifer geworden sei, erklärte Queiroz. Der Gouverneur gab an, dass durch die Benutzung von Fahrrädern die Umwelt geschont werde und von den Autofahrern ein noch rücksichtsvollerer Umgang im Straßenverkehr gefordert werde. Bis zum Ende des Jahres will die Regierung im Bundesdistrikt Brasília rund 3.000 Fahrräder an Schüler verteilen. Das Projekt wird durch das Ministerium für Bildung und durch die Verkehrsbehörde des Bundesdistrikts (Departamento de Trânsito do Distrito Federal, kurz: Detran-DF) finanziert.

Um ein Rad zu erhalten, muss ein Schüler einen Vertrag unterschreiben, in dem er sich zu einem gutem Umgang und zur Pflege des Fahrrads verpflichtet. Am Ende eines Schuljahres werde das Fahrrad an einen anderen Schüler weitergegeben, so Queiroz. (sg)