Wissenschaftler der FGV und des Ibre veröffentlichen die Studie / Copyright: Agência Brasil

Wissenschaftler der FGV und des Ibre veröffentlichen die Studie / Copyright: Agência Brasil

Eine Studie, durchgeführt vom brasilianischen Institut für Wirtschaft der Stiftung Getúlio Vargas (Instituto Brasileiro de Economia da Fundação Getulio Vargas, kurz: Ibre, FGV), veröffentlichte Daten zum Anstieg der Ausgaben der Brasilianer für Freizeitaktivitäten in den letzten drei Jahren. Sérgio Braz, Ökonom der FGV und Verantwortlicher der Studie sagte, es sei zwar schwierig, genaue Angaben zu diesen Ausgaben zu erhalten, dennoch sei es der Studie gelungen, einen guten Überblick zu geben.

Für Alkohol, Zigaretten und Glücksspiel geben die Brasilianer am meisten aus – bei den Zigaretten gab es einen Anstieg des Konsums um über 40 Prozent. Die Preise seien in den letzten drei Jahren um 30,96 Prozent gestiegen. Laut Braz seien aber weitere Preissteigerungen zu erwarten.Brasilianische Politiker würden die Gesundheit schädigenden Produkte gern höher besteuern.

Es komme in Brasilien nicht selten vor, dass innerhalb von Familien eine so große Menge dieser Produkte konsumiert würde, dass die Grundversorgung von Kindern auf der Strecke bleibe. Langfristig kämen außerdem gesundheitliche Schäden hinzu. Braz betonte, dass viele Brasilianer in ihrer freien Zeit auf Glücksspiel, Zigaretten und Alkohol zurückgreifen würden, da sie sich diese leisten könnten. Freizeitbeschäftigungen wie Kino seien für die Mehrheit hingegen zu teuer.

Die Studie fand andererseits heraus, dass die Brasilianer 18,73 Prozent mehr Geld für Freizeitaktivitäten investieren, die mit Aus- und Weiterbildung einhergehen. Für die Brasilianer bedeute dies eine Investition, die langfristig zu einem besseren Arbeitsplatz führe könne, so Braz. (sg)