Gestiegene Anzahl an Empfängern ist laut Branchenverband für Anstieg verantwortlich. / Copyright: Wikimedia Commons, Keeve

Die Hilfsausgaben in der Gesundheitsbranche sind laut dem Bundesverband der Krankenversicherungen (FenaSaúde) und der nationalen Gesundheitsbehörde (ANS) im Zeitraum April 2014 bis März 2015 auf 110,5 Milliarden Reais angestiegen – das entspricht einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2013/ 2014.

Nach Angaben des Bundesverbandes ist für den Ausgabenanstieg die gewachsene Zahl an Empfängern verantwortlich, die im betrachteten Zeitraum um 2,1 Prozent zugelegt hat, und insbesondere die sogenannte „medizinische Inflation“ aufgrund der „stark ansteigenden Hilfskosten“. Laut dem FenaSaúde umfassen Hilfsausgaben alle Aufwendungen für Verfahren in Krankenhäusern und Ambulanzen, von Besprechungsterminen, Tests, über Behandlungen bis hin zu stationären Aufenthalten.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres beliefen sich die Ausgaben auf 27,5 Milliarden Reais, was einem Plus von 13,9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres entspricht. Währenddessen kamen bei den Einnahmen durch Versichertenbeiträge 34,7 Milliarden Reais zusammen, ein Zuwachs von 13 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten bis März dieses Jahres lagen die Einnahmen bei 134,4 Milliarden Reais (+ 14,7 Prozent).

Die 26 Krankenversicherungen im Verband FenaSaúde kommen zusammen auf 29,2 Millionen Versicherungsnehmer und machen damit einen Anteil von 40,5 Prozent vom Gesamtversicherungsmarkt aus (Daten vom Dezember 2014). (ls)

Quelle: Agência Brasil