Die ausländischen Direktinvestitionen können das Defizit Brasilien zu 80 Prozent ausgleichen / Copyright: Agência Brasil
Die ausländischen Direktinvestitionen können das Defizit Brasiliens zu 80 Prozent ausgleichen / Copyright: Agência Brasil

Die ausländischen Direktinvestitionen können das Defizit Brasiliens zu 80 Prozent ausgleichen. / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben des Leiters der Wirtschaftsabteilung der brasilianischen Zentralbank (BC), Tulio Maciel, werden die ausländischen Direktinvestitionen (Investimento Estrangeiro Direto, kurz: IED) rund 80 Prozent des Defizits der laufenden Transaktionen (internationale Käufe und Verkäufe von Waren Brasiliens) ausgleichen. Außerdem hätten Unternehmen Zugriff auf Darlehen im Ausland und es gäbe Investitionen in den Aktienmarkt. Laut Maciel würden immer noch qualitativ hochwertige Investitionen ins Land fließen.

Von Januar bis August lag die negative Leitungsbilanz bei 54,818 Milliarden US-Dollar, im Vergleich dazu lag sie im gleichen Zeitraum von 2013 bei 57,627 Milliarden US-Dollar. So behielt die BC die Schätzungen für das jährliche Defizit bei 80 Milliarden US-Dollar aufrecht. In Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen im Land, soll das Defizit bei 3,52 Prozent liegen. 3,48 Prozent lautete die Prognose im Juni dieses Jahres.

Wenn ein Land ein Leistungsdefizit aufweist, beziehungsweise mehr ausgibt als einnimt, muss das mit ausländischen Direktinvestitionen ausgeglichen werden oder aber mit Krediten im Ausland. Die IED fließen in den produktiven Sektor der Wirtschaft und werden als beste langfristige Finanzierungsart betrachtet. Es gibt aber noch weitere Investitionsarten, wie Darlehen oder ausländische Investitionen in Aktien und Wertpapiere.

Die BC schätzt in diesem Jahr den Wert der IED auf 63 Milliarden US-Dollar. In Bezug auf das BIP sollen die IED bei 2,77 Prozent liegen. Im August beliefen sich die Investitionen auf 6,84 Milliarden US-Dollar, ein Rekordwert für den Monat. Von Januar bis August erreichte der Wert bereits 42,001 Milliarden US-Dollar. (ds)