Die Wirtschaftskommission von Lateinamerika und der Karibik ist Teil der Vereinten Nationen. Mitglied sind auch verschiedene andere Länder. / Copyright: Wikimedia Commons, Alinor
Die Wirtschaftskommission von Lateinamerika und der Karibik ist Teil der Vereinten Nationen. Mitglied sind auch verschiedene andere Länder. / Copyright: Wikimedia Commons, Alinor

Die Wirtschaftskommission von Lateinamerika und der Karibik ist Teil der Vereinten Nationen. Mitglied sind auch verschiedene andere Länder. / Copyright: Wikimedia Commons, Alinor

Die ausländischen Direktinvestitionen (IED) sind im ersten Halbjahr 2014 um 23 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik gesunken. Damit summierten sich die Investitionen laut der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) auf 84 Milliarden US-Dollar. Auf der anderen Seite sind die ausländischen Direktinvestitionen weltweit nach Schätzungen um zehn Prozent gestiegen, vor allem durch Investitionen von Seiten der Industrieländer, wie es in einer Mitteilung der Regionalorganisation der Vereinten Nationen heißt. Die Daten werden jährlich aktualisiert und im Bericht „Cepal ausländische Direktinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik“.

Grund für den Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen in der Region sind unter anderem die geringen Akquisitionen von Unternehmen im ersten Halbjahr 2014, um die Geschäfte aus dem ersten Halbjahr 2013 auszugleichen. Zudem sind die Investitionen im Bergbau zurückgegangen aufgrund des Rückgangs bei den Metallpreise. Allerdings konnte Brasilien einen Anstieg der Investitionen um acht Prozent während der ersten acht Monate dieses Jahres verbuchen verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2013. Die Daten von Cepal zeigen zudem, dass die Direktinvestitionen Brasiliens im Ausland im gleichen Zeitraum dieses Jahres zum ersten Mal seit 2010 positiv ausfielen.

Im Bericht des Ausschusses ist zudem zu lesen, dass vor allem in Mexiko die ausländischen Direktinvestition zurückgegangen sind, nachdem 2013 die Brauerei Modelo vom belgischen Konzern Anheuser-Busch InBev aufgekauft wurde. Laut Bericht waren diese Geschäfte untypisch für das Land, sodass Mexiko nunmehr wieder die Höhe an Direktinvestition erhält wie auch in den vorherigen fünf Jahren. (ls)