Ausländische Investoren haben im kommenden Jahr mehr Möglichkeiten für ihre Geldgeschäfte in Brasilien / Copyright: Agência Brasiil
Ausländische Investoren haben im kommenden Jahr mehr Möglichkeiten für ihre Geldgeschäfte in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Ausländische Investoren haben im kommenden Jahr mehr Möglichkeiten für ihre Geldgeschäfte in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der Nationale monetäre Rat CMN (Conselho Monetário Nacional) genehmigte gestern (29.09.) Bestimmungen, die es ausländischen Investoren ab dem kommenden Jahr erleichtern werden, in den brasilianischen Kapitalmarkt zu investieren. Nicht in Brasilien Ansässige haben nun die Möglichkeit, bestehende Konten für Finanztransaktionen im Land zu nutzen. Sie können darüber auch Zahlungsaufträge in der Währung Real im Ausland tätigen.

Bisher waren diese Vorgänge nur bei Krediten und Finanzierungen im Ausland sowie bei Direktinvestitionen (in Verbindung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen) möglich. Die internationalen Finanzinvestoren mussten dabei zwei Devisentransaktionen durchführen. Zuerst mussten die Gelder vom brasilianischen Konto ins Ausland transferiert, anschließend die Währungen getauscht werden, um ins Land zu kommen. Die Änderungen sollen am zweiten März 2015 in Kraft treten.

Bei Hinterlegungsscheinen beziehungsweise Depositary Receipts (DR) im Ausland haben nun auch brasilianische Unternehmen mehr Möglichkeiten. Bisher konnten diese nur mit Wertpapieren in Verbindung gebracht werden. Nun gilt das für Schuldverschreibungen und Schatzwechsel, welche jetzt als Grundlage dieser Art von Einlagen dienen können.

Laut brasilianischer Zentralbank (BC) wolle man mit den Änderungen den Verfahren mehr Transparenz verschaffen und die Prozesse vereinfachen. Damit werden Kosten reduziert und die Rechtsicherheit von ausländischen Finanztransaktionen im Land erhöht. (ds)