Website von PayPal Brasilien

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Der nationale Währungsrat (Conselho Monetário Nacional, kurz: CMN) hat gestern (28.07.) beschlossen, dass zukünftig auch Ausländer brasilianische Produkte über das Internet erwerben können, solange die Zahlungsabwicklung von externen Firmen durchgeführt wird, welche die Finanztransaktionen erleichtern. Diese sogenannten empresas facilitadores wirken wie eine Art Zwischenhändler, welche die Zahlung online mit der Kreditkarte ermöglichen. Bis lang ist ein Einkauf für Ausländer zumindest offiziell nicht möglich, da immer die persönliche brasilianische Steuernummer CPF (Cadastro de Pessoas Físicas) angegeben werden muß.

Ziel der neuen Regelung ist es, für mehr Sicherheit beim Einkauf im Internet zu sorgen, denn die Kreditkartennummer wird nicht an den Lieferanten, sondern an das Unternehmen weitergeleitet, welches den Finanztransfer durchführt. Auf diese Weise werden die Käufer demnächst die Transaktionen nicht mehr auf der Internetseite der ausländischen Firmen vornehmen, sondern über die Zwischenhändler. Diese sind international anerkannt und geprüft, wie zum Beispiel PayPal, ein Tochterunternehmen des Internet-Auktionshauses Ebay, oder PagSeguro, eine Angebot des brasilianischen Internet-Portals UOL.

Geraldo Magela Siqueira, der Leiter der Abteilung für die Normierung ausländischen Kapitals bei der brasilianischen Zentralbank (Banco Central), erläutert, dass vorher diese Art der Transaktionen nur im umgekehrten Weg möglich waren. So konnten Brasilianer auf ausländischen Internetportalen einkaufen, jedoch schadete dies gleichzeitig der brasilianischen Unternehmerschaft. Laut Siqueira würde mit dieser Maßnahme diese Asymmetrie beseitigt werden. Des Weiteren komme der Eingriff den Importeuren zugute und ermögliche den Zugang für kleinere und mittlere brasilianische Unternehmen. (gp)