Der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante über den Mangel an Fachärzten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante über den Mangel an Fachärzten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante über den Mangel an Fachärzten in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante teilte gestern (14.05.) mit, dass die Regierung derzeit ein Studienprogramm untersuche, durch das in anderen Ländern ausgebildete Fachärzte nach Brasilien geholt werden sollen. Diese Ärzte bleiben bis zu drei Jahren im Land und agieren nur im öffentlichen Sektor in Gebieten mit medizinischem Notstand. Mercadante hatte gestern an der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport im Senat beigewohnt.

Der Minister kommentierte weiterhin, dass es in Brasilien an Ärzten fehlen würde, besonders in Fachgebieten wie Pädiatrie, Anästhesie und Gynäkologie. Es müsste daher zusätzlich diskutiert werden, wie man diese Fachgebiete extra fördern kann. Außerdem würde es vor allem im Landesinneren an Ärzten fehlen. „Da es wenige Ärzte gibt und die Nachfrage so stark ist, wollen alle in den Hauptstädten der Bundesstaaten bleiben und das Landesinnere erhält nicht die notwendige Unterstützung. Die neue Expansionspolitik des Bildungsministerium wird diese Problematik berücksichtigen“, so der Minister.

Vergangenen Dienstag (07.05.) hatte der Gesundheitsminister Alexandre Padilha mitgeteilt, dass die Regierung seit Beginn des Jahres nach Alternativen suche, um dem Mangel an Fachkräften in den abgelegenen Regionen des Landes entgegenzuwirken. Außerdem sei im Gespräch, Ärzte aus Ländern wie Portugal, Spanien und Kuba nach Brasilien zu holen. Der Nationale Rat für Medizin CFM (Conselho Federal de Medicina) kritisierte diesen Vorschlag und stufte ihn als leichtsinnig ein. (ds)