Zuckerrohr / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, R. Uribe

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Die Investitionen in den brasilianischen Zuckerrohrsektor sollen steigen und damit den Export von Ethanol nach Europa erleichtern, schätzten Spezialisten der brasilianischen Tageszeitung Folha de São Paulo ein.

Im Jahr 2011 durchlief der Sektor eher schwierige Zeiten, da wenige Investitionen darin getätigt wurden. Laut Rechnungen der Fakultät für Wirtschaft, Verwaltung und Buchhandlung Riberão Pretos der Universität von São Paulo (Faculdade de Economia, Administração e Contabilidade de Ribeirão Preto da Universidade de São Paulo, kurz: FEARP/USP) brauche Brasilien mindestens 15 neue Fabriken, die nur Ethanol produzieren. Allerdings visiere die Union für Zuckerrohrindustrie UNICA (União da Indústria de Cana-de-Açúcar) die Verwendung von nur fünf neuen Fabriken in der nächsten Erntezeit an.

Die Beseitigung von Investitionsbarrieren im Sektor könnte einige Vorteile mit sich bringen. Der Direktor des Brasilianischen Infrastrukturzentrums (Centro Brasileiro de Infraestrutura, kurz: CBIE), Adriano Pires, glaubt, dass dadurch ausländische Investitionen in den Sektor steigen werden, von heute 40 Prozent auf 60 Prozent in den nächsten fünf Jahren.

Er bedauere allerdings, dass die Konsolidierung des Produkts auf dem internationalen Markt eher außerhalb Brasiliens stattfinden werde.

Auch Plínio Nastari, Präsident der Beratungsstelle für Ethanol und Zucker DATAGRO, bestätigt, dass mit dem Ende der Subventionen ein normalisierter Handelsfluss von Ethanol entstehen kann und somit auch Investitionen in diesen Bereich angekurbelt werden.

Andere Stellvertreter des Bereichs sehen den Wandel ebenso als Herausforderung und gleichzeitig als Chance des Zuckerrohrsektors Brasiliens. (ds)