Logo der UNCTAD / Copyright: UNCTAD

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Laut einer Studie der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (United Nations Conference on Trade and Development, kurz: UNCTAD) wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 32,5 Milliarden US-Dollar durch ausländische Direktinvestitionen in Brasilien verzeichnet. Im Vergleich mit den BRICS-Staaten (die Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) steht Brasilien an zweiter Stelle nach China.

China würde unter den Schwellenländern weiterhin die größten ausländischen Direktinvestitionen anziehen. Diese lägen bei 61 Milliarden US-Dollar für denselben Zeitraum. Für Russland konnten 23,4 Milliarden US-Dollar und für Indien 17,8 Milliarden US-Dollar verzeichnet werden. Südafrika bildet das Schlusslicht mit nur 2,5 Milliarden US-Dollar.

Der Index misst den Wert, der sich aus Investitionen in die Produktion ergibt, zum Beispiel in den Bau von Fabriken, in Fusionen, in Unternehmenskäufe sowie in Darlehen zwischen Hauptsitzen und Filialen bzw. Tochtergesellschaften.

Bis September gab es in Brasilien Investitionen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar, was die Fusionen und Firmenkäufe betrifft. Dieser Wert ist bereits höher als der Gesamtwert im vergangenen Jahr (8,8 Milliarden US-Dollar), so Astrit Sulstarova, Wirtschaftsexpertin der UNCTAD. Die meisten Investitionen wurden in den Bergbau und in die Telekommunikation getätigt.

Die Tendenz der Direktinvestitionen sei gleichbleibend hoch, so stellte Nicole Moussa, Lateinamerika-Spezialistin der UNCTAD heraus. Damit habe Brasilien einen großen Sprung gemacht und werde sich auch in Zukunft weiter nach vorn entwickeln. In den letzten vier Jahren konnte ein eindeutiger Anstieg an Investitionen ausgemacht werden. (ds)