Der Präsident der Zentralbank, Alexandre Tombini, über die Möglichkeiten der brasilianischen Wirtschaft / Copyright: Agência Brasil
Der Präsident der Zentralbank, Alexandre Tombini, über die Möglichkeiten der brasilianischen Wirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Zentralbank, Alexandre Tombini, über die Möglichkeiten der brasilianischen Wirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der brasilianischen Zentralbank (BC), Alexandre Tombini, teilte gestern (06.05.) auf dem internationalen Seminar zum Finanzsystem Brasiliens mit, dass immer mehr ausländische Banken Interesse zeigen würden, Tochtergesellschaften im Land zu etablieren. Derzeit gäbe es 18 Anfragen von ausländischen Institutionen aus 14 Ländern. Dazu kämen die in den letzten beiden Jahren genehmigten acht Institutionen.

Tombini kommentierte, dass das brasilianische Finanzsystem ein hohes Kapital- und Liquiditätsniveau aufweise sowie gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen resistent sei. Auch würden die ausländischen Banken in das brasilianische Modell vertrauen und in die Überwachung der Finanzinstitutionen ebenso.  Brasilien hätte zudem eine stabile Makroökonomie und sehr gute Perspektiven für ein Wirtschaftwachstum in den nächsten Jahren. „Wir haben eine vielseitige Industrie, eine produktive und starke Landwirtschaft sowie einen Dienstleistungssektor, der gerade expandiert.“

Außerdem betonte Tombini, dass die Regierung gerade daran arbeite, Investitionen in die Wirtschaft zu steigern. Dafür hätte man bereits das Steuersystem vereinfacht, um Steuern zu reduzieren und Kosten bei Investitionen und Produktion zu verringern. Vor allem aber konnte mit diesen Maßnahmen die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gesteigert werden. Ein weiterer positiver Schritt sei das verstärkte Einbeziehen des privaten Sektors in Bereiche wie Häfen, Flughäfen, Autobahnen und Eisenbahnstrecken.

All diese Unternehmungen würden die Geschäftsmöglichkeiten erhöhen. „Das spiegelt sich auch positiv im Finanzsystem wider. Deshalb passen die in Brasilien ansässigen Banken auch permanent ihre Geschäftsmodelle an, um der erhöhten Nachfrage gerecht werden zu können und die neuen Möglichkeiten zu nutzen.“ (ds)