Joseph Blatter, Pelé, Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Joseph Blatter, Pelé, Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Am Sonnabend (30.07.) fand die Auslosung der Qualifikationsgruppen zur WM 2014 in Rio de Janeiro am Yachthafen Marina da Glória statt.

Anwesende waren unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie die Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff, der Präsident des Fußballverbandes FIFA Joseph Blatter, der Präsident des brasilianischen Fußball-Nationalverbands Ricardo Teixeira sowie der ehemalige Fußballspieler und Botschafter der WM 2014, Pelé.

Für Deutschland zog der ehemalige brasilianische Fußballspieler Ronaldo die Gruppengegner: Schweden, Österreich, Irland, Färöer und Kasachstan. Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sprach sich in einem Interview positiv über die Auslosung aus. Mit namhaften Gegnern wie Schweden würde die deutsche Mannschaft hochmotiviert ans Spiel gehen.

Bis zur WM werden noch Milliarden von Euro in den Bau von Stadien, Flughäfen und Straßen investiert. Derzeit werde das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro grundrenoviert, andere Stadien in den zwölf Ausrichterstädten neu gebaut.

Während der Auslosung fanden vor dem Stadion Proteste gegen die Geldverschwendung und vor allem die erzwungene Umsiedlung tausender Bewohner Rio de Janeiros statt, die aufgrund der Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur nötig seien. Des Weiteren protestierten unter anderem Professoren und Taxifahrer für bessere Arbeitsbedingungen. Die Proteste wurden vom Sozialkomitee der WM und der Olympischen Spiele organisiert. Mehr als 20 Millionen Menschen würden durch die Baumaßnahmen ihr Zuhause verlieren. Marcelo Braga Edmundo, der Vorsitzende der Zentrale für Volksbewegung (Central de Movimentos Populares) unterstrich, dass diese Umsiedlungen vermieden werden könnten und dass sie gegen Wohn- und Menschenrechte verstößen. Auch Carlos Vainer, Professor des Instituts für Forschung und städtische Planung (Instituto de Pesquisa e Planejamento Urbano e Regional) der Universität Rio de Janeiro betonte, dass die Tatsache, dass Menschen zu schlecht über Pläne und Investitionen informiert würden, die Umsiedlungen fast unmöglich machten. (ds)