Die Präsidentinnen Kirchner und Rousseff bei einer Zusammenkunft in der Vergangenheit. / Copyright: Agência Brasil Die beiden Präsidentinnen werden die zukünftige Zusammenarbeit Argentiniens und Brasiliens besprechen / Copyright: Agência Brasil

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Brasilien und Argentinien geraten zunehmend unter Druck. Der Handel zwischen beiden Ländern ging im ersten Halbjahr des Jahres um 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Zwischen Januar und Juni 2015 sind Waren und Dienstleistungen im Wert von zwölf Milliarden US-Dollar zwischen den südamerikanischen Nachbarn bewegt worden, berichtete die Zeitung Valor Econômico.

Grund für den erheblichen Handelsrückgang ist der Automobilsektor. Rund 70 Prozent am Rückgang des Handels beträgt der Anteil von Autos sowie Autoteilen, schreibt der Valor Econômico unter Berufung auf das argentinische Wirtschaftsportal Abeceb.com. Dem liegt zum einen der generelle Verkaufsrückgang von Autos in beiden Ländern zugrunde. Des Weiteren hinderten unterschiedliche Auffassungen beider Regierungen über Zollbefreiungen bei der Einfuhr von Zulieferteilen den Handel (BrasilNews berichtete, 29.06.15).

Trotz der Importbeschränkungen des Nachbarlandes behauptet Brasilien bislang einen Bilanzüberschuss. Im laufenden Jahr verzeichnete das Land ein positives Handelsergebnis von 923 Millionen US-Dollar. Die brasilianischen Exporte ins Nachbarland sanken um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch stellt Argentinien mit einem Anteil von 8,4 Prozent noch immer das drittwichtigste Exportziel brasilianischer Produkte dar – nach China und den USA. (ms)

Quelle: Valor Econômico und Abeceb.com