Der Chef der Wirtschaftsabteiling der brasilianischen Zentralbank,  Túlio Maciel, führte das Negativsaldo auf den schelchten Wechselkurs zum US-Dollar zurück. / Copyright: Agência Brasil
Der Chef der Wirtschaftsabteiling der brasilianischen Zentralbank,  Túlio Maciel, führte das Negativsaldo auf den schelchten Wechselkurs zum US-Dollar zurück. / Copyright: Agência Brasil

Der Chef der Wirtschaftsabteiling der brasilianischen Zentralbank, Túlio Maciel, führte das Negativsaldo auf den schlechten Wechselkurs zum US-Dollar zurück. / Copyright: Agência Brasil

Auch im Januar 2014 ist das Außenhandelsdefizit Brasiliens weiter angestiegen und setzte damit die Tendenz des Vorjahres fort. Wie die brasilianische Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) vergangenen Freitag (21.2.) mitteilte, summierte sich das Defizit im Januar auf 11,6 Milliarden US-Dollar (etwa 8,44 Milliarden Euro) und stellte damit einen neuen Rekord für den Monat dar. Die ausländischen Direktinvestitionen in Brasilien betrugen 5,1 Milliarden US-Dollar (circa 3,71 Milliarden Euro) – das deckte nur 44 Prozent des Defizits in der Zahlungsbilanz.

Im ganzen Jahr 2013 belief sich der Wert des Außenhandelsdefizits auf 81,374 Milliarden US-Dollar (etwa 59,2 Milliarden Euro). Dabei deckten die ausländischen Direktinvestitionen in Brasilien 80 Prozent des Außenhandelsdefizits. Im genannten Zeitraum beliefen sich diese auf 65,4 Milliarden US-Dollar (etwa 47,58 Milliarden Euro). Laut dem Chef der Wirtschaftsabteilung der Banco Central Tulio Maciel liegt das Ergebnis im Rahmen dessen, was erwartet wurde, wie die Online-Ausgabe der Tageszeitung Estado de São Paulo vom gestrigen Sonntag (23.2.) zitiert.

Für das negative Außenhandelsergebnis sei vor allem der hohe Wechselkurs zum US-Dollar verantwortlich. Der brasilianische Real hat seit Ende 2012 gegenüber dem US-Dollar und dem Euro an Wert eingebüßt. Durch die Abwertung der heimischen Währung erhöhten sich die Kosten für Ausgaben im Ausland. Allein bei Dienstleistungen stieg das Negativsaldo des Außenhandels um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für das laufende Jahr erwartet Maciel eine ähnliche Entwicklung des Außenhandels wie in 2013. Auf rund 78 Milliarden US-Dollar (etwa 56,75 Milliarden Euro) schätzt die Banco Central das Negativsaldo für 2014. Im vergangenen Jahr hatte dies 81,374 Milliarden US-Dollar (etwa 59,2 Milliarden Euro) betragen. (ms)