„Knapp einen Monat vor den Kommunalwahlen in Brasilien steigt die Nervosität der etablierten Parteien. In verschiedenen Städten droht ihnen, von Aussenseitern ausgestochen zu werden.

Am 7. Oktober wählen die Brasilianer in mehr als 5500 Gemeinden die Bürgermeister und Gemeinderäte für die nächsten vier Jahre. Von besonderer Bedeutung sind die grossen Metropolen, wo ein bisweilen erbitterter Wahlkampf tobt. Um das Bürgermeisteramt der Millionenmetropole São Paulo liefert sich Fernando Haddad, der Kandidat des regierenden Partido dos Trabalhadores (PT), ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem früheren Gouverneur und Präsidentschaftskandidaten José Serra von der grössten Oppositionspartei, dem Partido da Social Democracia Brasileira (PSDB). Das war zu erwarten. Nicht zu erwarten war allerdings, dass es in diesem Duell lediglich darum gehen würde, welcher der beiden Kandidaten den Einzug in den zweiten Wahlgang schafft. An der Spitze der Umfragen liegt nämlich Celso Russomano vom unbedeutenden Partido Republicano Brasileiro (PRB). Der frühere Fernsehreporter hat derzeit mehr als 30 Prozent der Wähler hinter sich und dürfte einer der beiden Kandidaten für die Stichwahl am 28. Oktober sein.“ (NZZ Online)

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