Der Anteilseigner IMX steigt aus dem Betreiberkonsortium des Stadions Maracanã aus. / Copyright: Agência Brasil
Der Anteilseigner IMX steigt aus dem Betreiberkonsortium des Stadions Maracanã aus. / Copyright: Agência Brasil

Der Anteilseigner IMX steigt aus dem Betreiberkonsortium des Stadions Maracanã aus. / Copyright: Agência Brasil

Im Stadion des WM-Finales in Rio de Janeiro, dem Maracanã, ist einer der Stadionbetreiber aus dem Konsortium ausgestiegen. Das in der Entertainment-Branche aktive Unternehmen IMX habe seine Anteile von fünf Prozent an den Hauptanteilseigner des Konsortiums, das brasilianische Bauunternehmen Odebrecht, verkauft, wie lokale Medien am Donnerstag berichteten (15.01.). Erst zu Jahresbeginn hatte es bei IMX einen Besitzerwechsel gegeben.

Mit diesem Schritt hält Odebrecht nun 95 Prozent am Stadion, dessen Umbau 2013 fertig gestellt wurde. Die weiteren fünf Prozent gehörten dem Veranstaltungs- und Sportstättenbetreiber AEG aus den USA, wie die Zeitung Valor Econômico (15.01.) schreibt. Der AEG gehören auch die O2-World in Berlin oder das neu errichtete Stadion des Palmeiras Fußball-Clubs in São Paulo.

Ganz überraschend kam der Austritt von IMX nicht. Die früher zum Konzern des in Konkurs gegangenen Multimilliardärs Eike Batista gehörende Firma wurde erst zu Beginn des laufenden Jahres vom Investment-Unternehmen Mubadala Development Company aus Abu Dhabi vom Unternehmensgründer Batista abgekauft und einem Umbau unterzogen.

Wie IMX informierte, verfolge das Unternehmen die Strategie zukünftig im digitalen Unterhaltungsgewerbe aktiver zu werden. Von diesem Bereich erwarte man starke Wachstumsraten, berichtet die Zeitung Valor. Insbesondere mit der Ticketplattform TUDUS wolle man weiter wachsen. Über dieses hauseigene Online-Portal seien im vergangenen Jahr 535.000 Eintrittskarten umgesetzt worden, 250.000 davon über das Internet. IMX organisierte unter anderem den Kartenverkauf der Paul McCartney-Konzerte, dem Cirque du Soleil in Brasilien oder dem größten Tenniswettbewerb Südamerikas, den Rio Open.

Des Weiteren kündigte das Unternehmen an, seine Aktivitäten im Sportbereich einzustellen. IMX erklärte, „man wolle den Fokus auf die langfristige Entwicklung sportlicher Großveranstaltungen legen, die wichtiger Teil der Kalenders des ganzen Landes ausmachten“. Hierzu gehörten auch Trendsportaren wie das Skate-Event Oi Bowl Jam. (ms)

Quelle: Valor Econômico