Die Abolzung von Wäldern in Brasilien führt zu einem hohen Ausstoß von Treibhausgasen. / Copyright: Wikimedia Commons, Wilson Dias/Agência Brasil

Der brasilianische Austausch von Treibhausgasen ist im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken und bleibt seit 2009 stabil bei einem Wert von ungefähr 1,5 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent. Das Ergebnis ist Teil der Stude „Prognosen zum Austausch von Treibhausgasen in Brasilien“ (1970-2014) vom System für Schätzung von Treibhausgasemissionen (SEEG).

Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, mithilfe dem seit 2013 jährlich der brasilianische Ausstoß an Emissionen gemessen und deren Quelle identifiziert wird. Laut der Bewertung des SEEG gibt es einen Rückgang der Treibhausgase, die bei der Nutzung von Boden entstehen, von 9,7 Prozent zwischen 2013 und 2014. Dabei handelt es sich um die nach wie vor größte Quelle von brasilianischen Emissionen (31,2 Prozent).

„Alle anderen Bereiche zeigten jedoch einen Anstieg der Emissionen“, heißt es in einer Mitteilung über die Studie.

Die Emissionen von Energie sind dabei besonders getiegen (6 Prozent), „auch in einem Jahr wirtschaftlicher Stagnation“, analysierten die Umwelttechniker. Grund dafür sei der zunehmende Gebrauch von Diesel und Benzin beim Transport, aber vor allem der Anstieg der Stromerzeugung durch thermoelektrische Anlagen.

Die meisten Emissionen setzten die Bundesstaaten Pará und São Paulo frei (jeweils 10 Prozent) sowie Mato Grosso (9,3 Prozent), gefolgt von Minas Gerais (8,5 Prozent). (ls)

Quelle: Valor Econômico