Der Sitz der brasilianischen Zentralbank in Brasília / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

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Das Währungskomitee (Comitê de Política Monetária, kurz: Copom) der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) äußerte sich gestern (08.09.) zur Verschlechterung der aktuellen internationalen Krise. Die verursachten Auswirkungen auf die brasilianische Wirtschaft betragen demnach nur ein Viertel von denen der Krise im Jahr 2008/2009.

Die Analyse geht von einem alternativen Szenario aus, dem zufolge die gegenwärtige Krise zwar beständiger sei, jedoch weniger intensiv als in den Jahren 2008/2009. Weiterhin heißt es in dem Protokoll der Copom, dass es zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivitäten im Binnenmarkt kommen könne. „Trotz der Abwertung des Wechselkurses und der Senkung des Leitzinses ist die Inflationsrate immer noch geringer, als sie es im Falle stärkerer Auswirkungen der internationalen Krise wären“, erklärte das Währungskomitte gegenüber dem brasilianischem Nachrichten-Portal Veja.

Zudem herrsche weiterhin Unsicherheit bezüglich der globalen Weltwirtschaft, weshalb laut Prognosen der Copom vor allem Industrieländer unter der Krise leiden. Dies führe dazu, dass diese weniger in den Schwellenländern investieren. Für Brasilien stellt das Komitee fest, dass es nach wie vor ein, wenn auch gemäßigtes, Wirtschaftswachstum gäbe. Untersuchungen der brasilianischen Zentralbank zufolge ist das Wirtschaftswachstum innerhalb eines Jahres von 5,3 Prozent auf 4,9 Prozent im Juli dieses Jahres gefallen. Des Weiteren sei die Entwicklung des Handels von der Höhe des Reallohnes und dem Konsumverhalten abhängig. (gp)



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