Der brasilianische Fahrzeugverband Anfavea glaubt an eine Genesung des Marktes im Land.
Der brasilianische Fahrzeugverband Anfavea glaubt an eine Genesung des Marktes im Land.

Der brasilianische Verband der Fahrzeughersteller Anfavea glaubt an eine Genesung des Marktes im Land.

Der Verband der Fahrzeughersteller in Brasilien ANFAVEA berichtete am Dienstag (14.10), wie sich die Branche im kommenden Jahr erholen könnte. Laut dem Verband könnte der brasilianische Automobilmarkt, einer der fünf größten weltweit, auf einen Umsatz von jährlich 6,9 Millionen Fahrzeuge in den kommenden 20 Jahren kommen – wobei der Umsatz in diesem Jahr bei voraussichtlich 3,6 Millionen Stück liegen soll, darunter Autos, Lkw und Bussen. Diese Erwartung stützt sich auf Faktoren wie die bislang noch geringe Motorisierung des Landes – „eine der geringsten weltweit,“ laut ANFAVEA – , was ein enormes Wachstumspotenzial hinsichtlich des Absatzes impliziere, vor allem im Inland Brasiliens.

Vorhersage des Verbands ist zudem, dass sich das jährliche Wachstum der Autoverkäufe auf eine Rate von drei Prozent einpendeln wird. Grundlage dafür sei eine Studie, die sich noch in der Bearbeitung befinde, und eine Projektion der Automobilbranche bis ins Jahr 2034 entwirft. Luiz Moan, Präsident des ANFAVEA sagte auf einer Präsentation der Nachrichtenagentur Autodata in der Stadt Sao Paulo, dass die Hersteller mit Blick auf diese Entwicklungen mit Investitionen in Höhe von 77 Milliarden Reais bis 2018 kalkulieren würden, wobei 13 Milliarden Reais in den Bereich Engineering, Forschung und Entwicklung neuer Produkte gehen soll. „Weitere 89 Milliarden oder 100 Milliarden Reais an Investitionen werden mit Sicherheit bis 2034 investiert werden.“

Moan räumte auch ein, dass die Branche im ersten Halbjahr dieses Jahres mit Problemen zu kämpfen gehabt habe, aber im Oktober wieder einen Tagesrhythmus in der Produktion von mehr als 13.000 Fahrzeugen. Zwischen Juli und September lag der Wert noch auf einem niedrigeren Niveau. (ls)