Luiz Moan, Präsident des Bundesverbands der Fahrzeughersteller, lobt die Unternehmer seiner Branche. / Copyright: Agência Brasil

Der Automobilsektor hat bis heute 33.000 Verträge der Angestellten abgesegnet, damit diese am Programm zum Arbeitsschutz (PPE) teilnehmen können. Dieses Programm wirkt wie ein Schutz vor Entlassung, gleichzeitig müssen die Teilnehmer aber eine Arbeitszeit- und Gehaltskürzung von bis zu 30 Prozent hinnehmen.

Laut dem Präsidenten des Bundesverbands für Fahrzeughersteller (Anfavea), Luiz Moan, wurde in einigen Fällen die Mitgliedschaft zwischen Unternehmen und Gewerkschaften vereinbart, wobei aber noch die Zustimmung der Bundesregierung fehlt. Zusätzlich zur Minderung der Arbeitszeit halten die Autohersteller derzeit 7200 Mitarbeiter im sogenannten „lay-off“. Das heißt, dass die Arbeitsverträge dieser Mitarbeiter vorübergehend ausgesetzt wurden.

Moan sieht diese Maßnahmen als wichtige Anstrengung der Unternehmen, um Entlassungen zu vermeiden, obwohl die Verkaufszahlen deutlich gesunken sind. „Die Zahlen belegen eindeutig die Bemühungen der Branche, das Beschäftigungsniveau so hoch wie möglich zu halten.“ Aktuell sind bei den Unternehmen im Automobilsektor 133.600 Menschen beschäftigt, 14.100 weniger als noch im September vergangenen Jahres.

Der Umsatzrückgang erreichte 32,5 Prozent im September – während im vergangenen Jahr in diesem Monat 296.300 Fahrzeuge verkauft wurden, waren es in diesem Jahr nur  200.100. Zwischen Januar und September konnten 1,95 Millionen Stück umgesetzt werden, 22,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2014 (2,52 Millionen). (ls)

Quelle: Agência Brasil