Gegner kritisieren, dass Dieselfahrzeuge deutlich teurer sind. / Copyright: Agência Brasil

Bislang ist die Herstellung von Leichtfahrzeugen mit Dieselantrieb in Brasilien verboten. Zwar produzieren die Fahrzeuge 25 Prozent weniger Kohlendioxid, gelten aber als teurer. Zudem investiert die brasilianische Automobilindustrie bereits länger in Ethanol, wodurch auch weniger CO2 verbraucht wird als mit Benzin-Fahrzeugen, und bislang gibt es keine Investitionen in die Technologie von leichten Dieselfahrzeugen.

Diese Argumente wurden in einer öffentlichen Anhörung vor der Abgeordnetenkammer vorgebracht, bei der verschiedene Vertreter des Automobilsektors zusammenkamen, um den Gesetzesentwurf 1.013 von 2011 zu diskutieren. Dieser behandelt die Herstellung und den Verkauf von leichten Dieselfahrzeugen in Brasilien. Seit 1976 herrscht ein Verbot für diese Fahrzeuge, damals kämpfte das Land mit einer Erdölkrise legte daher fest, dass nur entsprechende Fahrzeuge mit einem Transportvolumen ab einer Tonne im Land hergestellt werden dürfen.

Laut Mario Massagardi, Präsident der Allianz Pro-Dieselfahrzeuge (Aprove Diesel), die sich aus Unternehmen des Sektors für Autoteile und technologische Systeme zusammensetzt, gibt es keine Rechtfertigung für das Verbot der Fahrzeuge. Ihm zufolge wurden in 2014 zehn Millionen Dieselfahrzeuge weltweit verkauft, und allein in Europa habe der Anteil dieser Fahrzeuge 53 Prozent an den insgesamt verkauften Fahrzeuge im vergangenen Jahr ausgemacht.

Luiz Moan, Präsident des Bundesverbands der Automobilhersteller (Anfavea), bestätigte die höhere energetische Effizienz von Diesel gegenüber Benzin, er wies aber deutlich darauf hin, dass die Preise für Dieselfahrzeuge im Schnitt 30 Prozent höher liegen. „Wir haben eine Berechnung der Preisdifferenz gemacht. Käufer brauchen zwölf bis achtzehn Jahre, um die Zusatzkosten zu begleichen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil