Der Autofreien Tag soll animieren, Fahrräder verstärkt als Transportmittel zu nutzen / Copyright: Agência Brasil
Der Autofreien Tag soll dazu animieren, Fahrräder verstärkt als Transportmittel zu nutzen / Copyright: Agência Brasil

Der Autofreien Tag soll dazu animieren, Fahrräder verstärkt als Transportmittel zu nutzen / Copyright: Agência Brasil

Gestern (22.09.) wurde wie an anderen Orten der Welt auch in Rio de Janeiro der Autofreie Tag mit einer Radtour im Süden der Stadt (Aterro do Flamengo) gefeiert. Die Tour fand im Rahmen des zweitägigen Internationalen Forums für Fahrradmobilität (3º Fórum Internacional de Mobilidade por Bicicleta) statt. Im Forum werden politische Maßnahmen im Transportwesen diskutiert und Möglichkeiten, wie das Fahrrad als Transportmittel verstärkt zum Einsatz kommen kann. Laut Angaben des Weltumweltsekretariats, das das Forum organisiert, hätte Rio de Janeiro die meisten Radwege im Land (320 km). Bis 2016 wolle man auf 450 km aufstocken.

Aber nicht nur der Bau von neuen Radwegen sei für die verstärkte Nutzung von Fahrrädern als Transportmittel vonnöten, sondern die Regierung müsse zusätzlich an der Sicherheit der Radfahrer arbeiten. Einige Teilnehmer der Veranstaltung nannten dieses Thematik als Hauptproblem. Die fehlende Sicherheit auf Brasiliens Straßen sei einer der Gründe, auf das Radfahren als Transportmittel zu verzichten. Durchgängige Radwege seien nicht vorhanden und es fehle vor allem auch an Respekt der Autofahrer. Alarcio Moura, paralympischer Athlet und Direktor des Bundesradfahrverbandes, schlägt eine Aufklärungskampagne vor, die den Bürgern mehr Bewusstsein für das Fahrradfahren verschafft und durch das Unfälle vermieden werden könnten. Moura kommentierte, dass beispielsweise die Radwege im Viertel Barra da Tijuca nicht nur von Fahrradfahrern genutzt werden würden, sondern leider auch von Motorradfahrern, was die Sicherheit der Radfahrer extrem einschränke.

Das Internationale Forum für Fahrradmobilität begann gestern mit einem Besuch des Bahnhofs in Santa Cruz, im Westen der Stadt, bei dem es Radwege und Fahrradabstellmöglichkeiten gibt und wodurch diese beiden Transportmittel miteinander verbunden werden können. Heute findet im Viertel Quinta da Boa Vista, im Norden Rio de Janeiros, ein Seminar mit den Themen Verkehrserziehung und Erfahrungen in anderen Städten statt. (ds)