Logo des Brasilianischen Verbandes der Automobilhersteller ANFAVEA / Copyright: ANFAVEA

Logo des Brasilianischen Verbandes der Automobilhersteller ANFAVEA / Copyright: ANFAVEA

Die Automobilindustrie Brasiliens revidierte noch einmal die voraussichtlichen Verkaufszahlen von Automobilien, LKWs und Bussen im Ausland und schätzte den Wert höher als geplant ein. Die Anzahl der Verkäufe von Januar bis Dezember dieses Jahres sollen 7,6 Prozent höher als im vergangenen Jahr liegen und auf einen Gesamtwert von 540.000 Fahrzeugen kommen.

Beim Verkünden dieser Zahlen wies der Präsident des Brasilianischen Verbandes der Automobilhersteller ANFAVEA (Associação Nacional dos Fabricantes de Veículos Automotores), Cledorvino Belini, außerdem darauf hin, dass der Binnenmarkt für Fahrzeuge sehr gute Leistungen vollbringe. Am letzten Freitag (04.11.) wurde der Wert von drei Millionen verkauften Fahrzeugen erreicht, was die Stärke des brasilianischen Marktes widerspiegele, so Belini.

Belini erwarte für den Monat November und Dezember noch einmal einen Anstieg der Verkäufe. Jedoch führte er an, dass es bei den Verkäufen auf dem nationalen Markt im Oktober keine Veränderungen gab: Es konnte wie bisher ein Anstieg von fünf Prozent ausgemacht werden, das bedeutet von 3.515 Millionen Fahrzeuge auf 3.690 Millionen. Um eine Steigerung in diesem Bereich zu gewährleisten, müssten Kredite erweitert und Zinsen gesenkt werden.

Laut Einschätzungen Belinis sei der Konsument vorsichtiger geworden, was auf das geringere Wirtschaftswachstum Nordamerikas und auf die turbulente finanzielle Situation Griechenlands zurückzuführen sei. Trotz allem schätzt Belini die Situation für die Unternehmer als ruhig ein.

Aus seiner Sicht seien die schlechteren Verkaufszahlen in Brasilien im Oktober noch lange nicht besorgniserregend. Er ist sich sicher, dass die Erhöhung der Steuer auf industrialisierte Produkte (Imposto Sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) bisher keine Auswirkungen auf die Importe mit sich gebracht hätte. Die Verkaufszahlen seien allerdings auf die geringere Anzahl der Werktage im Oktober zurückzuführen. Die IPI-Steuererhöhung werde seine Auswirkungen ab der zweiten Dezember-Hälfte zeigen, wenn die Lagerbestände aufgebraucht seien und der neue Steuersatz gelte.

Die ANFAVEA blieb außerdem bei der Vorausschätzung, dass dieses Jahr 1,1 Prozent Fahrzeuge mehr als im letzten Jahr produziert werden. (ds)