Die Entsorgung von Giftmüll wird vielerorts in Brasilien illegal vollzogen / Copyright: Agência Brasil
Die Entsorgung von Giftmüll wird vielerorts in Brasilien illegal vollzogen / Copyright: Agência Brasil

Die Entsorgung von Giftmüll wird vielerorts in Brasilien illegal vollzogen / Copyright: Agência Brasil

In den vergangenen Monaten hat die brasilianische Regierung immer wieder die Entsorgung von giftigen Abfallstoffen thematisiert. Bislang wurde der Giftmüll oftmals nicht gesondert entsorgt und erregte so den Unmut vieler Brasilianer. Die brasilianische Regierung etablierte aus diesem Grund ein Programm, das die Rückführung des Giftmülls an die Unternehmen vorsah, deren Produkte den Giftstoff beinhalteten. In welcher Form die jeweiligen Unternehmen schließlich den Müll entsorgen, wurde nicht näher definiert.

Momentan sorgt in Brasilien nun ein Unternehmen mit seiner Giftmüllentsorgung für Aufruhr. Das multinationale Chemieunternehmen Rhodia hatte geplant, Giftmüll von seiner Produktionsstätte in São Paulo nach Camaçari im Großraum Salvador da Bahia zu transportieren, um ihn dort verbrennen zu lassen. Die Regierung des Bundesstaates Bahias befürchtete eine unzureichende Sicherheit.

Gestern (26.11.) teilte die bundesstaatliche Regierung nun mit, dass man festgelegt habe, dass der Transport des Giftmülls und somit auch die Verbrennung abgebrochen werde. Abgeordnete und Stadträte hatten darüber abgestimmt und erst die Durchführung weiterer Tests gefordert, um die Sicherheit der Anwohner sicher zu stellen. Die Abgeordnete Luiza Maia ging sogar soweit zu fordern, dass es überhaupt keine Transporte von Giftmüll mehr geben solle. Sie betonte, dass nur so eine Gefährdung der Bewohner ausgeschlossen werden könne. Sei dies nicht möglich, so verlange sie zumindest zusätzliche Tests, die auch das Risiko einer Kontamination entlang der immerhin 1.500 km langen Strecke des Transports ausschließen.

Das Unternehmen Rhodia informierte unterdessen darüber, dass es die Transporte zunächst eingestellt habe. (sg)