Die Ministerin der SEPPIR, Luiza Bairros, spricht sich für das Quotengesetz für Schwarze aus / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin der SEPPIR, Luiza Bairros, spricht sich für das Quotengesetz für Schwarze aus / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin der SEPPIR, Luiza Bairros, spricht sich für das Quotengesetz für Schwarze aus / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin zur Förderung von Rassengleichheit Luiza Bairros sagte gestern (11.02.) in Brasília, dass die derzeit im Nationalkongress debattierte Quotenpolitik für Schwarze bei öffentlichen Stellenausschreibungen nicht nötig sei, wenn es eine qualitativ hochwertige Grundbildung im Land gäbe. Doch trotz aller Fortschritte, die bereits im Bildungswesen erzielt worden seien, gebe es immer noch eine Menge zu tun. „Genau aus diesem Grund sieht der Gesetzesentwurf eine Laufzeit für das Quotengesetz von zehn Jahren vor“, so die Ministerin sinngemäß. So erhoffe man sich genügend Zeit, um das Bildungswesen im gesamten Land zu verbessern.

 Bairros gab zu, dass es einen Anteil an armer weißer Bevölkerung mit geringem Einkommen gäbe, die keinen Zugang zum Quotensystem bekommen würden. Allerdings, so sagte sie, würde die weiße Bevölkerung immer noch mehr Möglichkeiten im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt haben als die schwarze. 

Die Ministerin nahm gestern an den Feierlichkeiten zur Veröffentlichung eines Dokuments durch des Institut für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada) im Abgeordnetenhaus teil. Das Dokument soll den Gesetzesvorschlag 6.738/2013 unterstützen. (ds)