Die Ministerin des Sekretariats für Rassengleichheit, Luiza Bairros, spricht sich für die weibliche schwarze Bevölkerung in Brasilien aus / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin des Sekretariats für Rassengleichheit, Luiza Bairros, spricht sich für die weibliche schwarze Bevölkerung in Brasilien aus / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin des Sekretariats für Rassengleichheit, Luiza Bairros, spricht sich für die weibliche schwarze Bevölkerung in Brasilien aus / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin des Sekretariats für Rassengleichheit, Luiza Bairros, nahm gestern am Seminar „Entwicklung und schwarze Frauen“ (Desenvolvimento e Mulher Negra) in São Paulo teil. Bei der Veranstaltung kommentierte Bairros, dass das Sekretariat sich vor allem für die Entwicklung von Integrationsprojekten zugunsten der weiblichen schwarzen Bevölkerung einsetzen müsse.

Besonders wichtig sei die Unterstützung bei der Wahl von Berufen, in denen junge schwarze Frauen nur wenig vertreten sind. Eine weitere Maßnahme wäre die Unterstützung von Initiativen für die Vertretung von Schwarzen in den Kommunikationsmedien. „Wir halten es für wichtig, dem negativen Bild, was die brasilianische Gesellschaft derzeit über Schwarze hat, entgegenzuwirken“, so Bairros. Beide Projekte werden noch in der ersten Hälfte dieses Jahres umgesetzt. „Sie sind eine Initiative in Partnerschaft mit der Gesellschaft, um die Frauenorganisationen für Schwarze in Brasilien zu stärken.“

Den steigenden Anteil der schwarzen Bevölkerung an Universitäten in São Paulo halte die Ministerin für eine gute Voraussetzung, mit jeglichen Vorurteilen gegenüber der Schwarzen aufzuräumen. Denn Bildung sei der Schlüssel zu besseren Lebensbedingungen. In den letzten zehn Jahren hätte sich Brasilien sehr stark weiterentwickelt, was den Zugang zu sozialen und wirtschaftlichen Bereichen für die schwarze Bevölkerung beträfe.

Trotz aller Fortschritte würde allerdings immer noch ein großes Ungleichgewicht bestehen. Die schwarzen Frauen wären schließlich diejenigen der brasilianischen Bevölkerung, die am stärksten benachteiligt werden. (ds)