Die Verbindung zwischen Brasilien und Uruguay soll hauptsächlich für den Warenverkehr genutzt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons
Die Verbindung zwischen Brasilien und Uruguay soll hauptsächlich für den Warenverkehr genutzt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Die Verbindung zwischen Brasilien und Uruguay soll hauptsächlich für den Warenverkehr genutzt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Der bilaterale Handel zwischen Brasilien und dem kleinen Nachbarn Uruguay erfährt einen weiteren Schub innerhalb der nächsten Monate. Mit der Ankündigung, die Zugverbindung zwischen den beiden Ländern wiederaufzunehmen, eröffnen sich auch neue Anreize für den grenzüberschreitenden Handel über weite Distanzen. Geplant ist die Verbindung zwischen der Hauptstadt Uruguays, Montevideo, und der industriell wichtigsten Region Brasiliens, dem Staat São Paulo, bis zum Ende dieses Jahres wiederaufzunehmen. Dieses Ziel wurde am vergangenen Freitag (05.10.) bei einem bilateralen Treffen der Außenminister in Rio de Janeiro vereinbart. Die Verbindung soll hauptsächlich für den Warenverkehr genutzt werden.

Im Rahmen dieser Gespräche wurde ein gemeinsamer Aktionsplan mit dem vielversprechenden Namen „Novo Paradigma Brasil-Uruguai“ vereinbart, der auch weitere grenzüberschreitende Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Technologie- und Wissenstransfer, im Kommunikations- und Transportwesen beinhaltet. Brasilien ist mit einem Handelsvolumen von 3,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 Uruguays wichtigster Wirtschaftspartner.

Die Vereinbarung der Zugverbindung zwischen den beiden Ländern bedeutet für Uruguay die Wiederaufnahme von insgesamt 377 Kilometern Bahnstrecke zwischen dem Ortskreis Pintado im Zentrum des Landes und der Grenzstadt Rivera im Norden. Auf der anderen Seite dieser Grenze, im brasilianischen Santana do Livramento soll die Verbindung Livramento – Cacequi, mit einer Distanz von 156 Kilometern, bereits dieses Jahr beendet werden. Dadurch werden die Städte Porto Alegre und die Region um São Paulo mit der Grenzregion verbunden.

Geplant war die Beendigung dieser Strecke bereits für September dieses Jahres. Aufgrund von Verzögerungen im Ablauf wird die Eröffnung nun für die erste Jahreshälfte des kommenden Jahres geplant, hieß es von brasilianischer Seite.

Der Gleisabstand in beiden Ländern sei zwar unterschiedlich, so der uruguaische Kanzler für Außenbeziehungen, Luis Almagro, aber auch dafür sollten technische Lösungen gefunden werden. Die Verbindung wird maßgeblich aus privater Hand bezahlt, „es werden jedoch auch öffentliche Gelder fließen“, so der Minister. (er)