Die brasilianische Bank Itaú baut ihre Stellung in Südamerika aus. / Copyright: WikiCommons: Warko
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Die brasilianische Bank Itaú baut ihre Stellung in Südamerika aus. / Copyright: WikiCommons: Warko

Die brasilianische Bank Itaú Unibanco schloss am gestrigen Montag (17.06.) den Kauf der chilenischen Kreditkarte Cencosud ab, die in Argentinien und Chile verbreitet ist. Für 307 Millionen US$ (rund 230 Millionen Euro) erwarb Itaú Unibanco 51 Prozent der chilenischen Kreditkartenfirma. Itaú Unibanco verfolgt mit dem weltweiten Ausbau seiner Präsenz vor allem Mehreinnahmen im Kreditkartensektor, wie aus den Unternehmensplänen hervorgeht.

Die Brasilianer erreichen mit dem Kauf der Mehrheitsanteile rund drei Millionen neue Kunden. Der Handelswert der Cencosud-Karte wird auf rund 1,3 Milliarden US$ (rund 970 Millionen Euro) geschätzt. Der Kauf der 51 Prozent der Aktien wird durch die jeweiligen Niederlassungen Banco Itaú Chile und Banco Itaú Argentina abgwickelt. Die Partnerschaft mit Cencosud ist vorerst auf 15 beschränkt.

Die Nachricht von dem Einkauf erfolgt rund einen Monat, nachdem die Bank Itaú bereits den Kauf Credicard für rund 2,77 Milliarden Reais (circa 970 Millionen Euro) bekannt gegeben hatte. Dadurch sollte nach eigenen Angaben die Marktführerschaft in Brasilien ausgebaut werden. Diese Investitionen geschehen in einer Zeit niedriger Rentabilität der Kreditkartenwirtschaft. Itaú nutzt diese Phase, seine Struktur zu stärken und setzt wohl auf bessere Zeiten. Die Cencosud sucht durch die Partnerschaft den Kundenservice zu verbessern, ohne eigenes Kapital zu investieren. (ms)