Durch das neue Gesetz, ist es von nun an möglich, Transaktionen per Handy zu erledigen / Copyright: Agência Brasil
Durch das neue Gesetz ist es von nun an möglich, Transaktionen per Handy durchzuführen / Copyright: Agência Brasil

Durch das neue Gesetz ist es von nun an möglich, Transaktionen per Handy durchzuführen / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.10.) wurde im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União eine neue Regelung veröffentlicht, durch die alle Bürger, auch die ohne Bankkonto, an Sozialprogrammen teilnehmen, Rechnungen begleichen, Einkäufe durchführen und Kredite erhalten können – und all das über Smartphones. Diese Anwendung ist nun in das Brasilianische Finanzierungssystem SPB (Sistema de Pagamentos Brasileiro) mit integriert.

In diesem Sinne wird das Handy als eine Art Bankkarte verwendet. „Mit einem Handy in der Hand können die Personen Transaktionen durchführen, vom Eingang von Sozialleistungen bis hin zu Lastschriften. Das funktioniert auf die gleiche Weise wie bisher Prepaid-Karten aufgeladen wurden“, erklärte der Senator Walter Pinheiro (der Arbeiterpartei PT, Bundesstaat Bahia), der gleichzeitig der Urheber des Projektes ist.

Laut Pinheiro käme die Maßnahme jeder Person zugute, allerdings hätten die Bürger besondere Vorteile, die schlechten Zugang zu Banken haben, da diese Finanztransaktionen ganz einfach über das Handy erledigen könnten. Das sei beispielsweise der Fall von Empfängern der Sozialhilfe Bolsa Família, die oftmals für Transaktionen weite Wege zurücklegen müssten (manchmal bis in die Nachbarstadt), um eine Bankfiliale zu erreichen. Etwas Besonderes sei auch, dass Personen, die keine Bankkonten haben, von dieser Maßnahme profitieren. (ds)