Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, über ein mögliches Handelsabkommen zwischen EU und Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, über ein mögliches Handelsabkommen zwischen EU und Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, spricht über ein mögliches Handelsabkommen zwischen EU und Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, hat am vergangenen Montag (21.07.) ein bilaterales Handelsabkommen zwischen Brasilien und der EU verteidigt. Momentan hängt das Abkommen von der Bewilligung des lateinamerikanischen Staatenbundes Mercosul ab. „Ich finde es absurd, dass die EU Freihandelsabkommen mit praktisch der ganzen Welt hat und mit Brasilien nicht. Brasilien ist der wichtigste Knotenpunkt im Mercosul“, so Barroso.

Die EU schloss in der Zwischenzeit bereits Abkommen mit Südkorea, mit afrikanischen Ländern, der Karibik und den Andenländern ab und sei gerade mit den USA in Verhandlung. Mit dem Mercosul gäbe es allerdings noch keine Fortschritte.

Laut Einschätzung Barrosos würde das Abkommen mit den Nordamerikanern die brasilianische Wirtschaft nicht beeinflussen. Eine Gefahr sieht er aber darin, dass die Entscheidung zwischen Mercosul und der EU so lange Zeit braucht. Denn wenn die EU beispielsweise ein Abkommen mit den USA im Bereich Rindfleisch schließe, was auch eines der wichtigsten Produkte Brasiliens ist, könne das der brasilianischen Wirtschaft am Ende schaden, da die Importe der EU begrenzt seien.

Die Beziehung zu Brasilien sei auch wichtig, um den Handel mit dem Südatlantik zu erweitern. Außerdem sei es ein Partner, der die Werte der EU teilen würde. (ds)