Das Außenministerium in Brasília / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, X. Antunes

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Spezialisten aus den Ländern Brasilien, Südafrika, Indien und China (die sogenannten BASIC-Staaten) werden sich in den kommenden Tagen (21. und 22. September) in Brasília zusammenfinden, um eine Reihe von Problematiken zum Klimawandel zu diskutieren. Eingeladen wurden auch Repräsentanten aus Argentinien, Algerien, Barbados und aus Katar. Dieses Zusammentreffen soll auf die 18. Klimakonferenz der Vereinten Nation in Doha (COP18) Ende November vorbereiten.

Die Debatten finden im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen statt. Der Außenminister Antonio Patriota und die Umweltministerin Izabella Teixeira werden an den Diskussionen im Außenministerium teilnehmen.

Experten zufolge würden die BASIC-Staaten an einer Antwort auf die globale Erwärmung arbeiten. Die Diskussionen belaufen sich auf zwei große Debatten: die Ziele für die Verringerung von Treibhausgasausstoß der Entwicklungsländer (ab 2012) und die Maßnahmen für deren Anpassung, Finanzierung und Technologien.

Für die Repräsentanten Brasiliens sei es fundamental, Alternativen zu finden, die global anwendbar seien und gleichzeitig die ökologische Integrität garantierten sowie die Pflichten der Industrie- und Schwellenländer herausarbeiteten.

In der vorherigen Versammlung der BASIC-Staaten, im August 2011, wurde bereits eine Erklärung entwickelt, die die Verpflichtungen und Ziele der Gruppe darstellt. Im Text warnten Minister vor einseitigen Maßnahmen im Bereich des Klimawandels. Dies war eine Antwort auf die Entscheidung der EU, den Luftverkehr ins EU-Emissionshandelssystem mit aufzunehmen. Hierbei sollten nicht-europäische Fluggesellschaften im europäischen Raum hinzugefügt werden können.

Für die Entscheidungsträter der Länder sei es außerdem unerlässlich, dass die Regierungen den Grünen Klimafonds überwachen, der ca. 100 Milliarden US-Dollar der entwickelten Länder eintreibt, um diese Ressourcen ab 2020 den Schwellenländern für die Maßnahmen im Bereich des Klimawandels zur Verfügung zu stellen. (ds)