Im neuen Nanotechnologie-Zentrum in Belo Horizonten sollen Kohlenstoffnanoröhren hergestellt werden / Copyright: Wikipedia, GNU, Mstroeck
Im neuen Nanotechnologie-Zentrum in Belo Horizonten sollen Kohlenstoffnanoröhren hergestellt werden / Copyright: Wikipedia, GNU, Mstroeck

Im neuen Nanotechnologie-Zentrum in Belo Horizonte sollen Kohlenstoffnanoröhren hergestellt werden. / Copyright: Wikipedia Commons, Mstroeck

In Belo Horizonte soll ab Januar 2015 ein Nanotechnologie-Zentrum für Kohlenstoffmaterialien, das sogenannte CTNanotubos, im Technikpark der Stadt errichtet werden. Es wird eine strategische Rolle für den Erdöl- und Erdgassektor im Land spielen und voraussichtlich 2017 fertiggestellt sein. Laut Angaben des Koordinators des Zentrums, Marcos Pimenta, sollen dort Kohlenstoffnanoröhren hergestellt werden mit dem Ziel, den Erdöl- und Erdgasabbau in der Pré-Sal-Schicht zu verbessern.

Das CTNanotubos ist bereits in einer sehr kleinen Auflage im Technikzentrum in Belo Horizonte in Betrieb und produziert 50 Gramm Kohlenstoffnanoröhren pro Tag. Sobald das neue Zentrum fertiggestellt ist, könne die Produktion auf mehrere Kilogramm täglich erweitert werden, kommentierte Pimenta. Die Investitionen für den Bau des Zentrums belaufen sich auf 35,4 Millionen Reais, wobei 17,4 Millionen Reais von der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES stammen, 14,8 Millionen vom Erdölunternehmen Petrobras und die restlichen 3,2 Millionen Reais vom Partnerunternehmen Intercement.

Pimenta zufolge sollen die Materialen verbessert werden: Im Fall von Plastik sehe man beispielsweise vor, ein Material herzustellen, das flexibel ist, aber auch gleichzeitig nicht bricht oder reißt. Diese Arbeit wird erstmals in Brasilien ausgeführt. Es existieren zwar bereits Studiengruppen in diesem Bereich, allerdings nur für akademische Zwecke und nicht zum Einsatz in der Industrie. Ein weiteres Ziel des Zentrums sei es, stetig mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um der Nachfrage nach Forschung gerecht zu werden.

Derzeit besteht das dort arbeitende Team aus zehn Professoren der staatlichen Universität von Minas Gerais. In fünf Jahren sollen es 50 Personen sein inklusive Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure. (ds)