Asphaltmischanlagen für den Bau von Autobahnen sollen sich am besten verkaufen lassen laut brasilianischem Hersteller. / Copyright: Wikimedia Commons, Davidandrade
Asphaltmischanlagen für den Bau von Autobahnen sollen sich am besten verkaufen lassen laut brasilianischem Hersteller. / Copyright: Wikimedia Commons, Davidandrade

Asphaltmischanlagen für den Bau von Autobahnen sollen sich am besten verkaufen lassen laut brasilianischem Hersteller. / Copyright: Wikimedia Commons, Davidandrade

Der brasilianische Hersteller von Maschinen für den Bau von Autobahnen Ciber bleibt für das Jahr 2014 optimistisch und erwartet, das Jahr mit einer Umsatzsteigerung von zwölf Prozent in Brasilien zu beenden, wie der brasilianische Industrieverband für Straßenaschinen auf Grundlage eines Artikels der Zeitung Valor Econômico berichtet. Das würde einem Anstieg des Umsatzes von 420 Millionen Reais aus dem vergangenen Jahr auf 470 Millionen Reais entsprechen.

Die optimistische Stimmung rührt allerdings nicht vom Geschäft auf dem Inlandsmarktes her, sondern liegt am guten Exportgeschäft. Das Unternehmen geht von einem Rekordanstieg der Exporte in diesem Jahr von 48 Prozent aus.

„In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Produkten für den ausländischen Markt“, sagte Luiz Marcelo Tegon, Geschäftsführer von Ciber. In Brasilien selber sieht das Unternehmen wenig Zugkraft in Infrastrukturprojekten, dafür eine Begrenzung der Kredite für Investitionen in die Infrastruktur.

Das Unternehmen produziert in Porto Alegre im Bundesstaat Mato Grosso do Sul unter anderem Walzmaschinen und Straßenfertiger. Als Mitglied der deutschen Herstellergruppe Wirtgen verkauft Ciber zudem Asphaltmischanlagen, Abbruchhammer sowie Maschinen anderer Marken der Gruppe wie Hamm, Kleemann, Vögele und Wirtgen.

Für dieses Jahr geht Tegon davon aus, dass das Unternehmen insgesamt 660 Maschinen verkaufen wird, 85 mehr als noch im vergangenen Jahr. Investitionen von 15 Millionen Reais in die Erweiterung der Produktionsanlagen, in den Ausbau des Netzwerks von Zulieferern sowie in After-Sales sollen helfen, das gesetzte Ziel zu erreichen. „Wir investieren momentan rund 30 Prozent des Umsatzes pro Jahr.“

Im Fall der Asphaltmischanlagen sei der Auslandsmarkt besonders wichtig, heißt es von Seiten des  Unternehmens. Da die Anlagen teuer seien mit einem Stückpreis von zwei Millionen Reais, sei der globale Markt klein und äußerst preissensitiv. Schon der Verkauf weniger Anlagen verschaffe den Unternehmen daher einen relevanten Marktanteil.

„Um auf ein ansehnliches Verkaufsvolumen zu kommen, müssen wir in verschiedenen Ländern verkaufen“, so Tegon. Dabei erreichte das Unternehmen beispielsweise mit dem Verkauf einer Anlage im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von 20 Prozent auf dem Markt für Asphaltmischanlagen in Südostasien. Weiter interessant seien afrikanische Länder wie Algerien, Tunesien, Angola und die Elfenbeinküste.

In Lateinamerika hat Ciber einen Anteil von etwa 65 Prozent auf dem Markt für Asphaltmischanlagen, so der Geschäftsführer. Unter den Wettbewerbern im Segment sind andere  lokale Hersteller und der Schweizer Hersteller Ammann, der im vergangenen Jahr in Gravataí ebenfalls im Bundesstaat Rio Grande do Sul eine neue Fabrik eröffnete. (ls)