Zentralbank-Präsident geht von einem soliden finanziellen Fundament in vielen lateinamerikanischen Ländern aus. / Copyright: Wikimedia Commons,  ACrush
Zentralbank-Präsident geht von einem soliden finanziellen Fundament in vielen lateinamerikanischen Ländern aus. / Copyright: Wikimedia Commons,  ACrush

Der Zentralbank-Präsident Alexandre Tombini geht von einem soliden finanziellen Fundament in vielen lateinamerikanischen Ländern aus. / Copyright: Wikimedia Commons, ACrush

Der Präsident der brasilianischen Zentralbank, Alexandre Tombini, ist von der Standfestigkeit der brasilianischen Wirtschaft überzeugt. Auf dem 16. Jahresseminars der Inflationsziele versicherte er, dass die Geld- und Finanzierungsgrundlagen des Landes weiterhin solide aufgestellt seien und Brasilien so sicher durch die Übergangszeit von der wirtschaftlichen Instabilität, die viele Teile der Welt immer noch durchlebten, hin zur langsam entstehenden Normalität.

„Mehr als fünf Jahre nach der Lehmann-Pleite, die den Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008 markierte, durchlebt die Weltwirtschaft immer noch eine Übergangzeit. Der Unterschied heute zu damals ist, dass es mittlerweile Anzeichen gibt – wenn auch noch sehr schwach – von eine Erholung, mit einer Verbesserung der Perspektiven in den wichtigsten fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Das deutet daraufhin, dass das Ende dieser Übergangszeit schon nahe sein könnte“, erklärte er.

Tombini sprach auch über die langfristigen Probleme, die noch angegangen werden müssten. Ihm zufolge gibt es nur einen Weg, um zu verhindern, dass die Erholung der Wirtschaft in den USA erneut unterbrochen wird. Im Euro-Raum gebe es ebenfalls Anzeichen einer Erholung und die Wirtschaft hier sollte in diesem Jahr bereits wieder wachsen. „Es ist ein langsames Wachstum, heterogen, der Ländern in der EU. Doch die Angst vor einer Deflation bleibt“, sagte der Präsident. In Bezug auf China geht Tombini von einem regelmäßigen Wachstum zwischen 7 Prozent und 7,5 Prozent pro Jahr aus. „Das Wachstum wird unter dem Durchschnitt der vergangenen 14 oder 15 Jahre liegen, dafür wird es aber heute einen größeren Beitrag zur Weltwirtschaft leisten.“

Wie aus seiner Analyse hervorgeht, glaubt Tombini an gute Wachstumsperspektiven in den meisten lateinamerikanischen Ländern. Der wichtigste Punkt sei, dass die Mehrheit der Länder heute eine solide Geld- und Finanzierungsgrundlagen vorweisen könnten sowie bessere Konditionen, um die Stabilität in einer Zeit sehr volatiler Auslandsmärkte zu garantieren. (ls)