Die deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage vom 18.-20. September finden in Rio de Janeiro statt / Copyright: dpa/picture alliance

Die deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage vom 18.-20. September finden in Rio de Janeiro statt / Copyright: dpa/picture alliance

Bereits seit vielen Jahren bestehen rege wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien. Das größte Land Lateinamerikas ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in dieser Region und mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 1.500 Milliarden Euro (2010) zur siebtgrößten Wirtschaftsmacht aufgestiegen.

Um die deutsch-brasilianischen Kooperationen noch weiter zu stärken, finden vom 18. bis zum 20. September die deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage in Rio de Janeiro statt und werden heute (19.09.) von Staatsminister Dr. Werner Hoyer (MdB) als Leiter der deutschen Delegation eröffnet. Organisiert wird die Konferenz vom BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.) und dem Brasilianischen Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI).

Staatsminister Hoyer betonte, dass sich die deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen äußerst dynamisch entwickeln und die Wirtschaftstage dies erneut unter Beweis stellen würden. Weiterhin erwarte er, dass sich auch die politischen Beziehungen vertiefen. So werde Hoyer mit seinem brasilianischen Kollegen Nogueira auch über aktuelle Fragen der Vereinten Nationen sprechen. Zudem werden die beiden Bürgermeister Jürgen Roters und Eduardo da Costa Paes die Städtepartnerschaft zwischen Köln und Rio de Janeiro vereinbaren.

Möglichkeiten zur bilateralen Kooperation bieten sich insbesondere in Investitionsprojekten in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Umwelttechnologie und dem Gesundheitssektor an. Dies geschieht unter anderem mit Augenmerk auf die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016, die beide in Brasilien stattfinden.

Eine am vergangenen Freitag veröffentlichte Studie der Außenhandelskammer (AHK) in São Paulo kommt zu dem Ergebnis, dass deutsche Investoren, trotz einiger Befürchtungen, dem brasilianischen Markt gegenüber positiv gestimmt sind. Allerdings teilten 25 Prozent der Unternehmer die Sorge, dass es in Brasilien an qualifizierten Arbeitskräften mangeln könne.

Der Leiter der AHK, Weber Porto, erklärte, dass die Investitionen in Brasilien beibehalten würden, auch wenn es gewisse Sorgen um mögliche Auswirkungen der Krise in der Euro-Zone gebe. Diese würden die geplanten Investitionen jedoch nicht beeinflussen. Laut der AHK sind in Brasilien 1.200 deutsche Unternehmen angesiedelt, mit einem Investitionsvolumen von rund 25 Milliarden US-Dollar. (gp)