15 Labore stehen unter Verdacht sich bei Ausschreibungen für Medikamente abgesprochen zu haben. / Copyright: Wkimedia Commons, Würfel

Die brasilianische Kartellbehörde Cade hat am Donnerstag (2. April) ein Verfahren zur Untersuchung eines möglichen Kartells von Medikamenten-Unternehmen in öffentlichen Ausschreibungen eröffnet. Laut vorläufiger Informationen arbeiteten 15 Unternehmen zusammen, um die Preise für Medikamente gegen Depression, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Bluthochdruck und gegen Husten zu fixieren.

Laut der Anzeige traten die Unregelmäßigkeiten in Minas Gerais, São Paulo, Bahia und Pernambuco zwischen 2007 und 2011 auf. Dem Kartellamt zufolge haben die Unternehmen die Ausschreibungen überwacht und schon vorab die Gewinner und die Preise festgelegt, die im Ausschreibungsprozess geboten werden. Laut der Behörde geht es im Prozess um folgende Labore: Comercial Cirúrgica Rioclarense, Cristália, Dimaci, Drogafonte, Hipolabor Farmacêutica, Teuto, Macromed, Mafra Hospitalar, Merriam Farma, Netfarma, NovaFarma, Profarma Specialty, Rhamis Distribuidora Farmacêutica, Sanval und Torrent do Brasil.

Auf die Spur der Unternehmen brachte die Kartellbehörde die Staatsanwaltschaft von Minas Gerais. Mit der Eröffnung des Untersuchungsverfahrens sind die Unternehmen aufgerufen, eine Verteidigung vorzubringen. Anschließend wird die Kartellbehörde entscheiden, ob das Verfahren eingestellt wird oder vor Gericht kommt. In diesem Fall wird es eine Strafzahlung geben, die sich nach dem Umsatz richtet. (ls)

Quelle: Agência Brasil