Am Freitag (07.12.) findet ein weiteres Gipfeltreffen des Mercosuls in Brasília statt / Copyright: Parlamento do Mercosul

Am Freitag (07.12.) findet ein weiteres Gipfeltreffen des Mercosuls in Brasília statt / Copyright: Parlamento do Mercosul

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird auf dem nächsten Mercosul-Gipfeltreffen am kommenden Freitag (07.12.) die Präsidenten Hugo Chávez aus Venezuela, Christina Kirchner aus Argentinien und José Pepe Mujica aus Uruguay empfangen. Gemeinsam soll über Alternativen zur Intensivierung der Beteiligung von Unternehmern am Markt Südamerikas diskutiert werden sowie über den Eintritt zweier neuer Länder in den Staatenbund: Ecuador und Bolivien. Paraguay wird am Treffen nicht teilnehmen, da das Land immer noch vom Mercosul ausgeschlossen ist.

Als Vorbereitung auf den Gipfel werden sich die Finanz- und Außenminister der jeweiligen Länder am Donnerstag versammeln, um über mögliche Aktionen zu beratschlagen. Gleichzeitig findet das erste Unternehmensforum des Mercosuls statt. Den Unternehmern soll hierbei aufgezeigt werden, wie wichtig deren Unterstützung für den Handel und die wirtschaftliche Entwicklung Südamerikas sei.

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota hatte in der vergangenen Woche bereits erklärt, warum man verstärkt Partnerschaften mit dem privaten Sektor eingehen und zwei neue Länder in den Mercosul aufnehmen wolle. „Wir schaffen damit eine größere Basis und gleichzeitig auch ein größeres Projekt für die südamerikanische Integration.“

Der Staatenbund umfasst derzeit 12,7 Millionen Quadratkilometer mit 270 Millionen Einwohnern, was 70 Prozent der Bevölkerung Südamerikas ausmacht. Der Mercosul erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von 3,3 Billionen US-Dollar, 83,2 Prozent des BIPs ganz Lateinamerikas. (ds)