Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff setzt sich für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ein / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (07.11.) mit, dass der Ausweg aus der Weltwirtschaftskrise das Bekämpfen der Arbeitslosigkeit sei. Diesen Standpunkt habe Brasilien auch während des Gipfeltreffens der G20 in der vergangenen Woche in Cannes, Frankreich, vertreten.

„Die Wirtschaftskrise, die sich vor allem auf die Länder Europas und die USA auswirkt, kann nicht mit Arbeitslosigkeit und der Reduzierung der Arbeiterrechte gelöst werden. Die Frage der Arbeitslosigkeit ist außerordentlich besorgniserregend“, so äußerte sich Rousseff beim wöchentlichen Radioprogramm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta).

Die internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätze ein, dass es weltweit 200 Millionen Menschen ohne Arbeit gibt, darunter vor allem Jugendliche.

Laut Rousseff müssten alle Länder zusammenarbeiten, um einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise zu finden. Die größte Herausforderung sei dabei, wieder wirtschaftliches Wachstum herbeizuführen. Wichtig hierbei wären auch die Erhöhung der Investitionen, des Konsums und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Bis jetzt würden die Schwellenländer das Wachstum der weltweiten Wirtschaft unterstützen. Diese hätten allerdings auch etwas zum Rückgang des Wachstums beigetragen, da sie mit indirekten Folgen der Krise konfrontiert wurden. (ds)