Präsidentin Dilma Rousseff bei der Übergabe von Wohneinheiten in São José do Rio Preto / Copyright: Agência Brasil

Präsidentin Dilma Rousseff bei der Übergabe von Wohneinheiten in São José do Rio Preto / Copyright: Agência Brasil

In einem Radiointerview in São José do Rio Preto (Bundesstaat São Paulo) nahm Präsidentin Dilma Rousseff am Freitag (19.08.) Stellung über die Korruption in Brasilien. Sie werde solche Fälle weiterhin bekämpfen, dies sei allerdings nicht Priorität ihrer Politik. Stattdessen möchte sie sich auf die Verringerung der sozialen Kluft zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten Brasiliens konzentrieren.

Dennoch hob sie hervor, wie wichtig es sei, dass Opfer von Korruptionsfällen die Möglichkeit haben, ihr Recht auf Verteidigung in Anspruch zu nehmen. Die Regierung und das brasilianische Volk wären für Gerechtigkeit. Dazu gäbe es in Brasilien juristische Institutionen, die für Gerechtigkeit sorgen und Urteile über die betroffenen Personen fällen könnten.

Zur Wirtschaftskrise, in der sich Europa und die USA derzeit befinden, äußerte sich Rousseff folgendermaßen: Sie wird versuchen, durch entsprechende politische Maßnahmen zu verhindern, dass Brasilien überhaupt von der Krise betroffen sein werde. Allerdings wäre dies kein leichtes Unterfangen, da das Land weder immun gegen äußere Einflüsse, noch abgeschirmt sei wie eine Insel.

Die Präsidentin war am Freitag in São José do Rio Preto, um der Übergabe von 1.993 Wohneinheiten des Programms „Mein Haus, mein Leben“ (Minha casa, minha vida) beizuwohnen. In den Häusern werden Familien leben, die monatlich weniger als 1.600 R$ verdienen. (ds)