Die Planungsministerin Brasiliens, Miriam Belchior, warnt vor dem Optimismus der Direktorin des IWFs, Christine Lagardes, bezüglich der globalen Wirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Die Planungsministerin Brasiliens, Miriam Belchior, warnt vor dem Optimismus der Direktorin des IWFs, Christine Lagardes, bezüglich der globalen Wirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Gestern (18.03.) schätzte die Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die Situation der Weltwirtschaft als optimistisch ein.

„Die Weltwirtschaft hat sich vom Abgrund entfernt, und wir haben Gründe, etwas optimistischer zu sein“, sagte Lagarde bei einer Konferenz in China. Es würden sich „Anzeichen für eine Stabilisierung“ der globalen Wirtschaft zeigen. Die letzten Jahre seien sehr schwierig gewesen und die vergangenen Monate sogar erschreckend. Allerdings sei es abzusehen, dass „die eingeleiteten politischen Maßnahmen Früchte tragen“. Dabei bezog sich Lagarde auf die Hilfsaktionen für die verschuldeten Euro-Staaten.

Die brasilianische Planungsministerin Miriam Belchior teilte den Optimismus Lagardes allerdings nicht, sondern warnte vor deren Aussagen.

„Ich würde mich freuen, wenn die Bekundungen Lagardes stimmen würden. Allerdings sind die Diskussionen hier [bei der Versammlung der Kommission der Interamerikanische Entwicklungsbank, die in Uruguay stattfindet,] nicht ganz so optimistisch“, so teilte Belchior mit. Die Situation hätte sich zwar verbessert, aber Lateinamerika und die Karibik haben den kritischen Zustand noch nicht überwunden. Zu diesem Schluss sei man bei der Versammlung in Uruguay gekommen, kommentierte Belchior bei einem Interview mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil. (ds)