Belo Monte: AUf dem größten Staudammprojekt Brasilien sind die Arbeiter seit Dienstag im Ausstand. Copyright: Agência Brasil
Belo Monte: AUf dem größten Staudammprojekt Brasilien sind die Arbeiter seit Dienstag im Ausstand. Copyright: Agência Brasil

Belo Monte: Die Bauarbeiten auf dem größten Staudammprojekt Brasiliens stehen zum 17. Mal still. / Copyright: Agência Brasil

An allen Baustellen des Staudammprojektes Belo Monte am Fluss Xingú im nördlichen Bundesstaat Pará ist es im Laufe dieser Woche zum Stillstand gekommen. Die 27.000 Arbeiter haben nach einer Urabstimmung am vergangenen Dienstag (26.11.) ihre Arbeit niedergelegt und befinden sich seitdem im Streik. Damit ist es der 17. Baustopp des gigantischen Staudammprojektes.

Im Wesentlichen fordern die Arbeiter eine Lohnerhöhung von 15 Prozent. Das mit dem Bau beauftragte Konsortium Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) gesteht derzeit elf Prozent zu. Der Präsident der Gewerkschaft der Großbaustellen des Pará (Sindicato dos Trabalhadores da Construção Pesada do Pará, kurz: Sintrapav-PA), Rogineu Gobbo, betonte, dass der Streik nur beendet werde, wenn sich das Konsortium auf Zugeständnisse einlasse. Zudem forderten die Arbeiter eine Krankenversicherung und eine Erhöhung von Zusatzleistungen wie den Speisemarken.

Der Auftragsgeber des Baus und zukünftige Betreiber des Wasserkraftwerkes, Norte Energia, spricht laut Zeitungsberichten von einem Schaden von täglich 12 Millionen Reais (etwa 3,8 Millionen Euro) beziehungsweise 360 Millionen Reis (etwa 115 Millionen Euro) im Monat. Nach einem vorherigen Streik im April dieses Jahres räumte die CCBM ein, dass durch die Streiks der Zeitplan betroffen sei.

Der Streik hatte sich nur langsam entwickelt. Während bereits am 9.11.13 auf der Baustelle Pimental in den Ausstand gegangen wurde, folgten weitere am 12.11.13  auf der Baustelle Belo Monte. Am 14. November dieses Jahres untersagte die Justiz den Arbeitern, den Zugang zu den Baustellen zu blockieren. Zur Sicherstellung dieser Entscheidung wurde die Nationalgarde gerufen. Auch Polizeieinheiten sind alarmiert, heißt es in Medienberichten. Zuletzt war es Ende Oktober wegen Rechtsstreitigkeiten zum Stillstand auf den Baustellen gekommen (BrasilNews berichtete, 31.10.2013). (ms)